Bauvorbereitungen für neue Brücke in Coswig (Anhalt) beginnen
In dieser Woche beginnen in Coswig (Anhalt) die ersten vorbereitenden Maßnahmen für den Ersatzneubau der seit längerer Zeit gesperrten Brücke an der Landesstraße (L) 121 (Geschwister-Scholl-Straße).
Das Bauwerk führt über die Gleise der Bahn und wird vollständig neu errichtet.
Das Land Sachsen-Anhalt (rd. 5 Mio. Euro) und die Deutsche Bahn (rd. 3,5 Mio. Euro) investieren rund 8,5 Millionen Euro in das Vorhaben.
„Dem Zustand der Brücken widmen wir größte Aufmerksamkeit bei der Unterhaltung unseres Straßennetzes“, sagte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, vor dem Baustart. „Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist unerlässlich für die Mobilität der Menschen, vor allem aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land“, betonte sie. Die Bauwerke seien den zunehmenden Verkehrsbelastungen besonders ausgesetzt, bildeten aber zugleich die Nadelöhre der vielbefahrenen Trassen und müssten daher immer sicher und flüssig passierbar sein.
Bevor Anfang Mai mit dem Abriss der bestehenden Brücke aus dem Jahr 1985 begonnen werden kann, sind bereits jetzt vorbereitende Arbeiten erforderlich. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Brut- und Setzzeiten (April bis Juli) müssen im Bereich der künftigen Baustelle insgesamt vier Bäume gefällt werden. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt durch Ersatzpflanzungen. Zudem wird der bisherige Altglascontainer verlagert; die neue Sammelstelle befindet sich künftig am Bahnhof.
Mit der Einrichtung der Baustelle kommt es ab Mai zu Änderungen in der Verkehrsführung. Die bestehende Sperrung der Geschwister-Scholl-Straße wird bis zur Einmündung der Eisenbahnstraße erweitert. Der Verkehr wird in diesem Zeitraum über den Stadthufen umgeleitet.
Der Abbruch der alten Brücke sowie der Neubau erfolgen teilweise innerhalb nächtlicher Sperrpausen der Bahn. Während der Bauzeit kann es daher zu erhöhtem Baulärm kommen, zeitweise auch in den Nachtstunden. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden hierzu rechtzeitig vor Baubeginn im Rahmen einer Informationsveranstaltung umfassend informiert.
Die neue Brücke soll voraussichtlich Mitte 2028 für den Verkehr freigegeben werden.
Im Zuge des Neubaus wird die Linienführung der Geschwister-Scholl-Straße auf einer Länge von rund 200 Metern verbessert.
Gleichzeitig wird die Stützweite des Bauwerks verringert und der bisherige Pfeiler im Gleisbereich vollständig zurückgebaut. Aufgrund technischer Vorgaben muss zudem die lichte Höhe der Brücke vergrößert werden, sodass das neue Bauwerk etwa einen Meter höher liegt als die bestehende Brücke.
Die nordöstlich einmündende Eisenbahnstraße wird auf einer Länge von rund 40 Metern an den Bestand angepasst. Auf der Nordseite entsteht zusätzlich eine etwa 20 Meter lange Stützmauer.
Darüber hinaus wird die Geschwister-Scholl-Straße im Baubereich umfassend um- und ausgebaut. Hierzu zählen die Neuverlegung sämtlicher Medienleitungen, darunter Mittel- und Niederspannung, Gas, Telekommunikation, Glasfaser sowie Trink-, Regen- und Schmutzwasser. Der Fahrbahnoberbau wird erneuert, ebenso die Geh- und Radwege sowie die Grundstückszugänge der Anwohnerinnen und Anwohner.
Bereits im ersten Schritt der Gesamtmaßnahme wird die Bahnstrecke auf einer Länge von knapp 500 Metern an die neue Brückenkonstruktion angepasst. Diese Arbeiten beginnen bereits im April.
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