Pressemitteilung: 05/2026
Magdeburg, den 27.01.2026

Entwurf jetzt im Beteiligungsportal verfügbar // Stellungnahmen möglich

„Grünes Band“: Plan für künftige Entwicklung bis Ende Februar öffentlich einsehbar

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie: Das „Grüne Band“ entlang des ehemaligen DDR-Grenzstreifens ist heute ein wertvoller Biotopverbund und einzigartiger Lebensraum für viele, auch bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Das Schutzgebiet verläuft auf rund 343 Kilometern durch Sachsen-Anhalt, umfasst eine Fläche von 4.754 Hektar und ist seit November 2019 per Gesetz als „Nationales Naturmonument“ ausgewiesen. Wie sich das „Grüne Band“ künftig entwickeln soll, wird im Pflege-, Entwicklungs- und Informationsplan (PEIP) festgelegt, dessen Entwurf Interessierte, Institutionen und Nutzungsberechtigte jetzt einsehen können.

Der Plan ist ab sofort bis Ende Februar 2026 digital im „Beteiligungsportal“ des Landes verfügbar. In Schriftform kann er in den Verwaltungen der Landkreise Harz, Börde, Altmarkkreis Salzwedel und Stendal eingesehen werden. Stellungnahmen zum Entwurf sind bis zum 14. März 2026 möglich. Der PEIP enthält Vorschläge für Maßnahmen, die in den nächsten Jahren sowohl den ökologischen Wert des Schutzgebietes sichern als auch dessen Bedeutung für Natur, Kultur und Tourismus stärken sollen.

Zu den vorgeschlagenen Naturschutzmaßnahmen gehören u.a. extensives Grünlandmanagement, die Renaturierung von Gewässern, der gezielte Lückenschluss im Biotopverbund, die Sicherung besonders artenreicher Offen- und Halboffenhabitate durch Mahd, Beweidung und Gehölzmanagement sowie eine naturnahe Entwicklung der Wälder durch Umwandlung von Monokulturen und Erhalt von Totholzstrukturen. Um das „Grüne Band“ als Erinnerungslandschaft zu erhalten, sollen historische Grenzobjekte wie Wachtürme, Kolonnenwege, Grenzsteine und bauliche Relikte gesichert sowie denkmalverträglich nutzbar gemacht werden. Vorgesehen ist darüber hinaus der Ausbau von Bildungs- und Informationsangeboten, Lehrpfaden, (Rad-)Wanderwegen sowie perspektivisch eines Besucherzentrums, um das „Grüne Band“ noch besser als Natur- und Gedenkort erlebbar zu machen.

Hier kann der PEIP-Entwurf vom 26. Januar bis zum 28.Februar 2026 eingesehen werden: https://beteiligung.sachsen-anhalt.de/kurz/-tkLqtTTj.

Hintergrund:

Träger des „Nationalen Naturmonuments Grünes Band“ sind das Umweltministerium (für den Naturschutz) sowie die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur (für die Erinnerungskultur). Der PEIP ist im Auftrag dieser Träger erstellt worden. An der Erarbeitung waren zahlreiche Fachinstitutionen beteiligt, u.a. das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, der BUND, die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz (SUNK), die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt und externe Fachbüros.

 

Impressum: Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Leipziger Str. 58 39112 Magdeburg Tel: +49 391 567-1950, E-Mail: PR@mwu.sachsen-anhalt.deFacebook, Instagram, LinkedIn, Threads, Bluesky, Mastodon und X

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