Zahl der Stromspeicher in Sachsen-Anhalt nimmt weiter zu
Willingmann sieht im Speicherzubau wichtigen Beitrag für eine verlässliche Energieversorgung in Sachsen-Anhalt
Wenn der Wind zwischen Arendsee und Zeitz nicht weht, die Sonne nicht scheint, produzieren Windenergie- und Photovoltaikanlagen keinen Strom. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wächst deshalb auch die Bedeutung von Stromspeichern, die eine verlässliche Versorgung gewährleisten. Eine aktuelle Auswertung des Energieministeriums zeigt, dass der Zubau von Speichern in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren stark vorangeschritten ist.
So stieg die Zahl in Betrieb befindlicher Heimspeicher von 39.513 im Jahr 2024 auf 52.682 Anlagen zum Jahresende 2025; ein Zuwachs von rund 33 Prozent. Stark zugenommen hat in den letzten Jahren auch der Zubau größerer Speicheranlagen. Die Zahl der Gewerbespeicher stieg von 250 auf 398, die Zahl der Großspeicher von 11 auf 19. Auch die Speicherkapazität, also die Menge an Energie, welche die Speicher aufnehmen und wieder abgeben können, ist von 504 Megawattstunden (MWh) auf 777 MWh und somit um etwa 54 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024 gestiegen.
Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann geht davon aus, dass sich der Zubau von Heim- Gewerbe- und Großspeichern auch in den kommenden Jahren dynamisch fortsetzen wird. „Vielerorts ist die Energiewende im Eigenheim angekommen“, betonte Willingmann am Donnerstag. „Auch die zuletzt gesunkenen Preise für Photovoltaik-Anlagen und Speicher werden dazu beitragen, dass weiter investiert wird. Speicher in Eigenheimen und Unternehmen ermöglichen vor allem eine bessere Eigenversorgung zu günstigen Konditionen.“ Mit Blick auf die Energiewende werde jedoch der Zubau von Großspeichern in den kommenden Jahren weiter in den Fokus rücken, prognostiziert Willingmann. „Große Speicher werden in Zukunft maßgeblich dazu beitragen, die Netze zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit zu stärken. Die jüngste Erhebung zeigt, dass auch hier die Kapazitäten bereits erheblich anwachsen.“
Um den Zubau von Großspeichern möglichst bedarfsgerecht an den richtigen Orten voranzutreiben, will der Energieminister voraussichtlich im Mai 2026 eine Speicherstrategie vorlegen. „Wir brauchen Speicher vor allem dort, wo sie netzdienlich eingesetzt werden können“, so Willingmann. „Darüber hinaus wird Aufklärung und Akzeptanz in der Strategie eine zentrale Rolle spielen. Wir wollen erläutern, was es mit der Speichertechnologie auf sich hat und dafür werben, dass Projekte rechtzeitig kommuniziert, Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden.“
Saalekreis mit den meisten Heimspeichern, Harz liegt bei Gewerbespeichern vorne
Vorreiter beim Zubau von Heimspeichern war im Jahr 2025 der Saalekreis. Mit 5.770 Anlagen und einer Gesamtkapazität von 46,5 Megawattstunden (MWh) lag er knapp vor dem Landkreis Börde mit 5.682 Heimspeichern (46,3 MWh) und dem Landkreis Harz mit 5.521 Heimspeichern (45 MWh). Bei den Gewerbespeichern lag dagegen der Landkreis Harz mit 67 Anlagen und 4,3 MWh Gesamtkapazität vorne. An Position zwei folgte der Salzlandkreis mit 51 Gewerbespeichern und einer Gesamtkapazität von 4,3 MWh. Der größte im Betrieb befindliche Großspeicher steht momentan im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und hat eine Kapazität von 57,5 MWh.
Erste Daten für 2026 dokumentieren bereits, dass sich der Speicherzubau unvermindert fortsetzen wird. So stieg die Zahl der Heimspeicher bis Stichtag 4. Februar 2026 auf landesweit 53.112 Anlagen und die Zahl der Gewerbespeicher auf 403. Die Zahl der Großspeicher blieb mit 19 zunächst gleich. Weitere Daten sind auf den Internetseiten des Energieministeriums abrufbar unter: https://lsaurl.de/faqspeicher
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