Altmark-Klinikum: Schulterschluss für zukunftsfähige Gesundheitsversorgung
Gardelegen. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne hat heute gemeinsam mit Gesundheitsstaatssekretär und Aufsichtsratsvorsitzendem der Salus Altmark Holding gGmbH, Wolfgang Beck, dem Landrat des Altmarkkreises Salzwedel und Aufsichtsratsmitglied der Salus Altmark Holding gGmbH, Steve Kanitz, sowie dem Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH, Jürgen Richter, das Altmark-Klinikum besucht. Vor Ort tauschten sie sich mit den Betriebsräten der Krankenhausstandorte Salzwedel und Gardelegen aus.
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne: „Die Krankenhäuser in Gardelegen und Salzwedel sind für die medizinische Versorgung der Altmärkerinnen und Altmärker unverzichtbar. An beiden Standorten bleibt die wohnortnahe Gesundheitsversorgung erhalten. Der heutige Schulterschluss zeigt, dass alle Partner an einem Strang ziehen, um die Krankenhausstandorte zukunftsfest aufzustellen. Das Land hat bereits im letzten Jahr per Bescheid festgestellt, dass die Altmark Klinikum gGmbH einen grundsätzlichen Anspruch auf einen hausindividuellen Sicherstellungszuschlages für bedarfsnotwendige Krankenhäuser im ländlichen Raum hat. Seitens der Krankenkassen gibt es positive Signale über beschleunigte Budget-Zahlungen. Gleichzeitig stehen die Kliniken vor großen Herausforderungen: Der demografische Wandel, der Fachkräftemangel sowie wirtschaftliche Belastungen – nicht zuletzt infolge von Verzögerungen bei der Krankenhausreform des Bundes – setzen das Altmark-Klinikum erheblich unter Druck. Gemeinsam mit allen Beteiligten arbeiten wir daher an einem Maßnahmenpaket zur Sicherung der Liquidität und zur nachhaltigen Stabilisierung der Standorte.“
Landrat Steve Kanitz betont: „Der Altmarkkreis steht zu den beiden Standorten des Altmarkklinikums. Diese sind versorgungsrelevant und die Frage der Schließung stellt sich deshalb nicht. Wesentlich für die fehlende Liquidität ist die permanente Unterfinanzierung der Gesundheitsversorgung. Ich erwarte, dass die Verhandlungen zur Höhe des bereits dem Grunde nach zugesagten hausindividuellen Sicherstellungszuschlags nun zügig, konstruktiv und fair fortgesetzt werden. Frau Ministerin Grimm-Benne hat zugesagt, sich dafür einzusetzen und dafür danke ich ihr sehr.
Der Kreistag wird in seiner nächsten Sitzung über eine weitere Verschiebung der Rückzahlung eines Liquiditätsdarlehens von 3 Millionen Euro an das Altmarkklinikum entscheiden und damit einen wesentlichen Beitrag leisten. Auch klären wir mit ihm, ob und in welcher Form wir weitere Unterstützung leisten können."
Jürgen Richter, Geschäftsführer der Salus Altmark Holding gGmbH, erklärt: „Die Unterstützung durch die Landespolitik und den Landkreis sowie die positiven Signale von Seiten der Kostenträger sind gute Zeichen, die die Bedeutung des Altmark-Klinikums in der regionalen Versorgungslandschaft unterstreichen. Das eröffnet Handlungsspielräume zur Überwindung der aktuellen Liquiditätskrise, ersetzt jedoch nicht die Notwendigkeit einer systematischen Leistungs- und Kostenoptimierung. Ziel ist ein Maßnahmenpaket, das sowohl kurzfristig wirkt als auch den Grundstein für eine zukunftsfähige Versorgung legt. Strukturen zu überprüfen, Prozesse zu straffen und strategisch neu auszurichten, ist und bleibt auf der Agenda. Die Herausforderung besteht darin, unserer Verantwortung für bedarfsgerechte regionale Gesundheitsversorgung wirtschaftlich nachhaltig gerecht zu werden. Die derzeit laufende Strategieentwicklung wird klären, welche konkreten Schritte dafür notwendig und sinnvoll sind.“
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