Pressemitteilung: 027/2026
Magdeburg, den 13.02.2026

Bewerbungen für die Studienplätze der Land- und Amtsarztquote ab sofort möglich

Magdeburg/Halle. Auch im Wintersemester 2026/2027 warten an den Universitäten Magdeburg und Halle Studienplätze darauf, durch zukünftige Land- und Amtsärztinnen und -ärzte besetzt zu werden.

Die Bewerbung auf einen Medizinstudienplatz ist ab heute, 13. Februar, bis zum 31. März 2026 online möglich.

Die Auswahl für die Land- und Amtsarztquote erfolgt nach besonderen Kriterien, die wie folgt gewichtet werden:

Diejenigen, die einen Studienplatz über diese Quoten erhalten, verpflichten sich, das Studium zu absolvieren und im Abschluss zu einer mindestens zehnjährigen Tätigkeit als Hausärztin und -arzt in einer ländlichen Region oder als Amtsärztin und -arzt in den Gesundheitsämtern Sachsen-Anhalts. 

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne: „Unsere Landarztquote ist ein Erfolgsmodell. Mehr als 130 zukünftige Landärztinnen und Landärzte konnten so für die ländlichen Regionen in Sachsen-Anhalt gewonnen werden. Unser Bundesland ist Vorreiter mit diesem Modell der Studienplatzvergabe. Es ist ein toller Beruf, das Tätigkeitsfeld ist vielfältig und immer nah am Menschen. Sachsen-Anhalt profitiert von jungen Menschen, die hier leben und in ihrem Traumberuf arbeiten wollen. Die angehenden Ärztinnen und Ärzte erhalten auch ohne Bestnoten einen begehrten Studienplatz und eine Perspektive für ihre Zukunft.“

Dr. Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt: „Die Studierenden der Landarztquote haben sich festgelegt, die Menschen in den ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts hausärztlich zu versorgen. Wir rechnen fest mit ihnen und freuen uns, dass im letzten Jahr die Landarztquote auf 7,8% erhöht wurde. Nun bedarf es unser aller Anstrengungen, die Landarztquote auch für den fachärztlichen Bereich zu öffnen und zu erhöhen, denn wir brauchen nicht nur mehr Haus-, sondern auch mehr Fachärztinnen und -ärzte. Ich wünsche allen Bewerberinnen und Bewerbern viel Erfolg.“

Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). „Die Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst ist eine interessante Alternative zur Arbeit im Krankenhaus oder in der Praxis. Keine Nachtschichten, ein zukunftssicherer Job im Öffentlichen Dienst und eine gute Vereinbarkeit mit dem Familienleben machen den Beruf attraktiv", sagt Ministerin Grimm-Benne.

Während 7,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Medizinstudienplätze (voraussichtlich 32 Studienplätze) für die Landarztquote vorgesehen sind, sind es 1,5 Prozent (voraussichtlich 5 Studienplätze) für die Amtsarztquote. Das Wissenschaftsministerium teilt spätestens bis zum 15. Juni die Studienzahlen Humanmedizin für das kommende Wintersemester mit. Erst dann steht die genaue Anzahl der Studienplätze für die Land- und Amtsarztquote fest.

Weitere Informationen gibt es unter: www.landarztquote-sachsen-anhalt.de und www.amtsarztquote-sachsen-anhalt.de.

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