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Magdeburg, den 30.11.1999

Mehr Sicherheit in Sachsen-Anhalts Gerichten durch neue Einsatz-Gruppe

Ministerium der Justiz - Pressemitteilung Nr.: 69/99 Magdeburg, den 30. November 1999 Justizministerin Karin Schubert setzt speziell geschulte Wachtmeister ein Mehr Sicherheit in Sachsen-Anhalts Gerichten durch neue Einsatz-Gruppe Magdeburg. (MJ) Die Gerichte als ein Tatort von Gewalt: Mehrfach ist es in der Vergangenheit zu bedauerlichen Zwischenfällen, manchmal sogar zu tragischen Anschlägen im Rahmen von gerichtlichen Verfahren gekommen. "Angesichts der zunehmenden Brisanz einiger Strafverfahren oder der Emotionen, die in einigen Prozessen eine bedeutende Rolle spielen, muss die Justiz auf diese Entwicklung reagieren", so Sachsen-Anhalts Justizministerin Karin Schubert (SPD). "Wir müssen alles tun, um die Sicherheit und Ordnung für die rechtsuchenden Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu g ewährleisten ." Das Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt hat darum eine qualifizierte Gruppe von Justizwachtmeistern zusammengestellt. Diese Einsatzreserve des Justizwachtmeisterdienstes wird künftig bei besonders brisanten oder spektakulären Prozessen eingesetzt. Sie besteht aus neun Justizwachtmeistern des Landes, die besonders geschult worden sind. Auf Grund ihrer Ausbildung sollen die Bediensteten auf die spezielle Situation reagieren können. Dazu zählen beispielsweise Verfahren, bei denen die oder der Angeklagte als besonders gefährlich oder gefährdet gilt, die Anzahl der Verfahrensbeteiligten besonders groß oder ein besonders starker Publikumsandrang zu erwarten ist. Die Einsatzreserve untersteht dem Oberlandesgericht Naumburg und wird bei den jeweiligen Gerichten im Land Sachsen-Anhalt eingesetzt, wo ihre Tätigkeit als erforderlich angesehen wird. Die Justizwachtmeister haben eine fünfwöchigen Ausbildung in Psychologie und Verhaltenstraining absolviert. Außerdem haben sie Kampftechniken erlernt, mit deren Hilfe sie in Gefahrensituationen Gewalttäter ohne Waffen oder aber mithilfe eines Schlagstockes überwältigen können. Aber auch die spezielle Bewachung, Vorführung und Fesselung besonders gefährlicher Angeklagter gehörte zur Schulung. Auf Grund dieser Zusatzqualifizierung können die Mitglieder der Einsatzreserve Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und darauf reagieren. "Dadurch dienen sie dem Schutz der öffentlichkeit in allen Gerichtsgebäuden Sachsen-Anhalts", so Ministerin Schubert. Die Justizministerin beruft die Mitglieder der Einsatzreserve am Donnerstag, 2. Dezember 1999, im Ministerium der Justiz. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen zu der Veranstaltung am Donnerstag, 2. Dezember 1999, um 15 Uhr, im Ministerium der Justiz Wilhelm-Höpfner-Ring 6 39116 Magdeburg, Saal 233. Zu Ihrer Information : Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit Film- und Fotoaufnahmen zu fertigen. Rufen Sie mich bei Nachfragen bitte an: Marion van der Kraats, Telefon: 0391 ¿ 567 4134 Impressum: Ministerium der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Wilhelm-Höpfner-Ring 6 39116 Magdeburg Tel: (0391) 567-4134 Fax: (0391) 567-4225 Mail: presse@mj.lsa-net.de

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