: 103
Magdeburg, den 27.06.2007

Wirtschaftsministerium und Landesverband legen Bericht vor Freie Berufe gewinnen für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt immer mehr an Bedeutung

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 103/07 Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 103/07 Magdeburg, den 28. Juni 2007 Wirtschaftsministerium und Landesverband legen Bericht vor Freie Berufe gewinnen für die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt immer mehr an Bedeutung Das Wirtschaftsministerium und der Landesverband der Freien Berufe Sachsen-Anhalt e.V. haben heute den Forschungsbericht ¿Freie Berufe in Sachsen-Anhalt¿ vorgelegt, der vom Ministerium in Auftrag gegeben und vom Institut für Freie Berufe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erarbeitet worden ist. Kern des Berichtes bilden die Ergebnisse einer Erhebung zu Struktur und wirtschaftlicher Lage von Angehörigen der Freien Berufe, an der zahlreiche Berufsorganisationen der Freien Berufe in Sachsen-Anhalt beteiligt waren. Die Einbeziehung externer Daten und Forschungsergebnisse rundet das Bild ab. Der Bericht enthält damit eine umfassende Dokumentation der Situation der Freien Berufe in Sachsen-Anhalt. Zu den Freien Berufen gehören unter anderem Ärzte, Physiotherapeuten, Ingenieure, Architekten, Rechtsanwälte und Steuerberater. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff erklärte dazu: ¿Die Selbstständigen in den Freien Berufen sind eine wichtige Stütze der mittelständischen Wirtschaft in Sachsen-Anhalts. Sie stehen für Kreativität, Innovation, Qualität, aber auch für Wachstum und Beschäftigung, denn die Niederlassung eines Freiberuflers schafft im Durchschnitt drei weitere Arbeitsplätze. Die vorliegende Studie sei als Lektüre allen empfohlen, die an der wirtschaftlichen Entwicklung Sachsen-Anhalts Anteil nehmen.¿ Die Zahl der Selbstständigen in Freien Berufen nahm in Sachsen-Anhalt von 13.500 im Jahr 1994 auf 23.600 im Jahr 2006 zu. Dies entspricht einem Zuwachs von nahezu 75 Prozent. Auch im kurzfristigen Vergleich ist eine stetige Zunahme festzustellen, allein von 2001 zu 2006 stieg die Anzahl um 14,6 Prozent. Die Freien Berufe spielen auch als Arbeitgeber eine bedeutende Rolle. Mit einem Anteil von fast 11 Prozent an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigen im Land und einer Gesamtzahl von 76.200 Beschäftigten nehmen die Freien Berufe einen wichtigen Teil des wirtschaftlichen Gesamtprozesses ein. Der durchschnittliche Frauenanteil liegt mit 67 Prozent deutlich über dem Landesdurchschnitt von knapp 49 Prozent. Besondere Bedeutung kommt den Freien Berufen für die dynamische Entwicklung der Dienstleistungsgesellschaft zu. Als Herausforderungen, denen sich die Freien Berufe stellen müssen, nennt der Bericht den steigenden Nachwuchs- und Konkurrenzdruck, die Regulierung von Nachfrage und Angebot besonders in Heilberufen, das vermehrte Auftreten von gewerblicher Konkurrenz oder auch rückläufige Erträge. Die Freien Berufe reagieren darauf mit Erweiterungen des Aufgabenspektrums, Entwicklung zu ganzheitlichen Dienstleistungen, berufliche Spezialisierung, Konzentration und neuen Formen der Kooperation. Als besonders weitreichend müssen die Eingriffe der EU-Politik in die Ausformung der Freiberuflichkeit angesehen werden, wobei vor allem die Gewährleistung des Verbraucherschutzes auf dem Prüfstand steht. Impressum: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit Pressestelle Hasselbachstr. 4 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567 - 43 16 Fax: (0391) 567 - 44 43 Mail: pressestelle@mw.lsa-net.de

Impressum:Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierungdes Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hasselbachstr. 4
39104 Magdeburg
Tel.: +49 391 567-4316
Fax: +49 391 567-4443E-Mail: presse@mw.sachsen-anhalt.deWeb: www.mw.sachsen-anhalt.deTwitter: www.twitter.com/mwsachsenanhaltInstagram: www.instagram.com/mw_sachsenanhalt

Anhänge zur Pressemitteilung