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Magdeburg, den 13.08.2007

80 Mio. Euro für die Spitzenforschung in Sachsen-Anhalt

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 419/07 Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 419/07 Magdeburg, den 14. August 2007 80 Mio. Euro für die Spitzenforschung in Sachsen-Anhalt Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz hat dem Kabinett heute den Entwurf eines Rahmenvertrags Forschung und Innovation vorgelegt. In dem Vertrag zwischen der Landesregierung und den Hochschulen wird eine gemeinsame Strategie zur Förderung exzellenter Forschungsschwerpunkte und entsprechender Netzwerke formuliert. Ziel ist es, das Landesinteresse an der Entwicklung von Exzellenznetzwerken in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu fixieren und den Hochschulen außerhalb ihrer regulären Budgets entsprechende Planungssicherheit zunächst bis 2010 zu gewähren. Bei einem jährlichen Betrag von 20 Mio. Euro summiert sich die geplante Förderung der Spitzenforschung im Vertragszeitraum auf 80 Mio. Euro. Die Hochschulen mit ihren jeweiligen profilbestimmenden Forschungsschwerpunkten verpflichten sich durch den Rahmenvertrag neben Leistungs- und Qualitätsgarantien auch zu verstärkten Anstrengungen im Wissens- und Technologietransfer. Die Landesregierung hat dem Vertragsentwurf zugestimmt und das Kultusministerium beauftragt, ihn vor der zum Semesterbeginn vorgesehenen Unterzeichnung dem Landtag zur Kenntnis zu geben. ¿Mit dem Vertrag zeigt sich einmal mehr¿, so Minister Olbertz, ¿welche Wertschätzung die Spitzenforschung in Sachsen-Anhalt genießt und wie ernst die strategische Ausrichtung der Landespolitik auf zukunftsfähige Schwerpunktsetzungen genommen wird¿. Zur Vorgeschichte des Rahmenvertrages erklärte der Minister: ¿Mit der 2003 initiierten Hochschulstrukturplanung, der Novellierung des Hochschulgesetzes 2004 und den Zielvereinbarungen, zuletzt am 16. Dezember 2005 für den Zeitraum 2006 bis 2010 abgeschlossen, wurden in Sachsen-Anhalt Schritt für Schritt die Voraussetzungen für moderne, wissenschaftsadäquate Angebots- und Organisationsformen im Hochschulbereich geschaffen. Schwerpunktbildung, Standortprofilierung und neue komplementäre Kooperationsstrukturen haben wesentlich dazu beigetragen, die Leistungspotenziale des Hochschul- bzw. Wissenschaftssektors besser auszuschöpfen. Mit diesem systemischen Ansatz der Hochschul- und Wissenschaftspolitik in Sachsen-Anhalt konnten die nötigen Synergien und Spielräume für eine Exzellenz-Offensive in der Forschungsförderung geschaffen werden.¿ 2005 hat Sachsen-Anhalt als eines der ersten Bundesländer eine Offensive zur Stärkung von Exzellenznetzwerken ins Leben gerufen. Neben einer spürbaren Steigerung der Wettbewerbs- und Drittmittelfähigkeit der profilbestimmenden Forschungsschwerpunkte der Hochschulen und ihrer Kooperationspartner gehe es mit dem Exzellenzprogramm des Landes auch darum, strukturelle Schwächen in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu überwinden und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft voranzutreiben. ¿Mit Blick auf die Ergebnisse der ersten beiden Runden der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder bestätigt sich dieser neue förderpolitische Ansatz¿, so der Minister. ¿Nur auf diese Weise kann der Abstand der neuen Länder zu den erfolgreichen Wettbewerbern insbesondere aus Süddeutschland verringert werden¿. Erste Erfolge seien bereits sichtbar. So habe das BMBF im Jahr 2006 den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes 20 Mio. Euro für Projekte bewilligt, die aus den Schwerpunkten abgeleitet waren. Dazu gehörten u.a. die Coaching-Phase für das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) im Forschungsschwerpunkt Biowissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Witten­berg und das Forschungszentrum Systembiologie im Schwerpunkt Dynamik komplexer Systeme an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Zum Hintergrund: Zur Zeit erhalten folgende Forschungsschwerpunkte an den Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt Fördermittel im Rahmen der Exzellenz-Offensive: An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg: · Nanostrukturierte Materialien (Physik) · Strukturen und Mechanismen der biologischen Informationsverarbeitung (Biowissenschaften) · Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen Orientwissenschaften (Graduiertenschule, Orientwissenschaften) · ¿Aufklärung - Religion - Wissen¿ (Philosophie, Theologie, Geschichte) An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg · Center for Behavioral Brain Sciences (Neurowissenschaften) · Dynamische Systeme in Biomedizin und Prozessortechnik (Medizin, Biowissenschaften, Informatik) · Ingenieurwissenschaften/Automotive (Ingenieurwissenschaften ¿ Finanzierung ist aus EFRE-Mitteln geplant). An den 4 Fachhochschulen: · das gemeinsam getragene Kompetenznetzwerk anwendungs- und transferorientierte Forschung (KAT) o Hochschule Merseburg (FH): Kompetenzzentrum ¿Chemie und Kunststoffe¿ o Hochschule Harz (FH): Kompetenzzentrum ¿Information und Kommunikationstechnologien/ Tourismus/ Dienstleistungen¿ o Hochschule Anhalt (FH): Kompetenzzentrum ¿Life Science¿ o Hochschule Magdeburg - Stendal (FH): Kompetenzzentrum ¿Nachwachsende Rohstoffe/ Innovative Werkstoffe¿ o o Impressum: o Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

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