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Magdeburg, den 06.11.2009

Ministerpräsident Böhmer zum 9. November 1989: Erst kam die Freiheit, dann die Einheit

Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 599/09 Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 599/09 Magdeburg, den 7. November 2009 Ministerpräsident Böhmer zum 9. November 1989: Erst kam die Freiheit, dann die Einheit ¿Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer nach mehr als 28 Jahren. In einer August-Nacht 1961 war sie errichtet worden, in einer einzigen Nacht brachte sie der Freiheitswille der Menschen in der DDR zum Einsturz. Wir alle haben es wie ein Wunder empfunden, als auf einmal auf Druck Tausender diese Grenze geöffnet wurde. Niemals vorher oder nachher hat es in Deutschland so viel Freude gegeben. Aber dieser 9. November wäre ohne den 9. Oktober in Leipzig, ohne die Montagsdemonstrationen in Magdeburg, Dresden, Plauen und vielen anderen Orten der DDR undenkbar gewesen. Erst kam die Freiheit, dann die Einheit in freier Selbstbestimmung. Die friedliche Revolution war ein Triumph des Freiheitswillens. Wir in der DDR haben uns zur Freiheit selbst befreit.¿ Mit diesen Worten würdigt Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer in seiner wöchentlichen Videobotschaft die Ereignisse, die vor 20 Jahren zum Fall der Berliner Mauer und zur Öffnung der DDR-Grenzen geführt haben. Trotz aller Freude sei aber ¿nicht allen das Leben in der neuen Freiheit¿ leicht gefallen. Böhmer: ¿Diese Freiheit brachte neben mehr Chancen auch mehr Risiken, mehr Verantwortung für das eigene Leben. Nicht jeder sah für sich neue Chancen, nicht jeder konnte diesen ungewohnten Anforderungen gewachsen sein. Der Weg vom vormundschaftlich umsorgten zum politisch mündigen Bürger war für viele schwierig und weit. Aber auch der weiteste Weg beginnt mit dem ersten Schritt, und dieser wurde am 9. November 1989 getan.¿ Böhmer sieht in der ¿Freiheit auch eine zivilisatorische Kraft. Heute werden in Deutschland keine Mauern mehr gebaut, sondern Brücken in alle Welt. Deutschlands Grenzen sind von seinen europäischen Nachbarn anerkannt, aber so gut wie unsichtbar geworden. Wir sind mitten in Europa umgeben von Freunden und leben mit ihnen in Frieden. Aus dem früheren Ostblock hinter einem Eisernen Vorhang ist der östliche Teil eines vereinten Europas geworden. Wer hätte das alles am 9. November 1989 sich vorzustellen gewagt?¿ Die Videobotschaft ist ab sofort unter www.sachsen-anhalt.de abrufbar. Impressum: Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt Pressestelle Hegelstraße 42 39104 Magdeburg Tel: (0391) 567-6666 Fax: (0391) 567-6667 Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

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