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Magdeburg, den 28.03.2012

Erste vorläufige Ergebnisse zur Wirtschaftsentwicklung im Vorjahr Wolff: BIP 2011 um 2,8 Prozent gewachsen / Sehr gutes Jahr für Sachsen-Anhalts Wirtschaft

?2011 war ein sehr gutes Jahr für Sachsen-Anhalts Wirtschaft. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 2,8 Prozent belegt, dass das Land auf Kurs ist.? Das sagte Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Prof. Birgitta Wolff mit Blick auf die heutige Mitteilung des Statistischen Landesamtes zur Wirtschaftsentwicklung in 2011. Obwohl das Landesamt aufgrund laufender Revisionsarbeiten noch keine detaillierten Zahlen zur Bruttowertschöpfung in einzelnen Wirtschaftsbereichen vorlegen konnte, lässt sich bereits jetzt abschätzen, dass die heimische Industrie einmal mehr wichtigster Wachstumstreiber war.   Wolff: ?Ein wichtiges Indiz dafür sind die Umsatzzahlen, bei denen das Verarbeitende Gewerbe 2011 im Vergleich zum Vorjahr ein kräftiges Plus verbuchen konnte und dabei teils deutlich über dem Bundesschnitt lag.? So stieg der Industrieumsatz landesweit um 13 Prozent, bei den Exporten lag das Umsatzplus sogar bei 14,3 Prozent. Zudem nahm die Beschäftigung um 3,9 Prozent zu. Auch im Baugewerbe standen die Zeichen auf Wachstum. Hier legte der Umsatz 2011 landesweit um 5,2 Prozent zu.   Bei aller Freude über die gute Entwicklung müsse man aber festhalten, dass das reale Wachstum nicht ganz auf dem Niveau der westlichen Bundesländer lag. Wolff: ?Um den Abstand zu verringern, bleiben innovative Unternehmens- und Gründungskonzepte, gerade in wissensintensiven Märkten, gefragt.? Zudem habe sich die wirtschaftliche Dynamik zum Jahresende hin abgeschwächt. So hatte das Plus des Bruttoinlandsprodukts im Land im ersten Halbjahr 2011 preisbereinigt noch bei deutlich mehr als 2,8 Prozent gelegen. ?Für das laufende Jahr gibt es aber ermutigende Signale. So hat etwa das Institut für Wirtschaftsforschung Halle seine Wachstumsprognose erst vor zwei Wochen deutlich nach oben korrigiert. Die Forscher gehen nun für Deutschland von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent in diesem und 2,2 Prozent im nächsten Jahr aus ? ursprünglich hatten sie nur ein Plus von 0,3 Prozent in 2012 und 1,6 Prozent in 2013 erwartet?, sagte Wolff.   Hintergrund: Sachsen-Anhalts Bruttoinlandsprodukt, also der Wert aller im Land hergestellten Waren und Dienstleistungen, ist 2011 nach ersten vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises ?Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen? preisbereinigt um 2,8 Prozent gestiegen (nominal: +4,4%). Damit ist das Wachstum genauso hoch ausgefallen wie im Durchschnitt der ostdeutschen Flächenländer, aber etwas geringer als im deutschen Durchschnitt (+3%). Der in Sachsen-Anhalt besonders ausgeprägte Abstand zwischen preisbereinigtem und nominalem Wachstum ist durch Preisentwicklungen bei Mineralöl und Mineralölhandel, Chemie und Ernährungswirtschaft verursacht. So hatte die von Vorleistungsgütern dominierte sachsen-anhaltische Industrie besonders mit gestiegenen Rohstoffpreisen zu kämpfen. Erste detaillierte Ergebnisse zur Entwicklung in einzelnen Wirtschaftsbereichen sollen in diesem Jahr Anfang Juli vorgestellt werden.

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