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Magdeburg, den 04.12.2012

Chemielogistik und Strategie ?Europa 2020? auf der Tagesordnung Wolff bei 10. Kongress des Europäischen Chemieregionen-Netzwerks ECRN in Warschau

Wie lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie weiter stärken? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 10. Kongresses des Europäischen Chemieregionen-Netzwerks ECRN, der am 5. und 6. Dezember in Warschau stattfinden wird. Als ECRN-Präsidentin wird Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff mit mehr als 120 Teilnehmern aus sechs Ländern insbesondere darüber beraten, wie das Netzwerk den Chemieregionen in der derzeit laufenden Diskussion zur Umsetzung der EU-Wachstumsstrategie ?Europa 2020? Gehör verschaffen kann. Darüber hinaus steht beim Besuch der Ministerin in Polen auch das Thema ?Chemielogistik? auf der Tagesordnung. Bei Gesprächen mit Vertretern der polnischen Ministerien für Verkehr und Wirtschaft geht es unter anderem um die Verbesserung der Schieneninfrastruktur in Polen, um die Gestaltung der Tarifpolitik für Schienentransporte sowie um den Abbau von Hindernissen für den intermodalen Transport nach Polen und Russland.   Wolff: ?Die Logistik ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Chemieindustrie in Mittel- und Osteuropa. Unser Ziel ist es, Chemietransporte verstärkt von der Straße auf die Schiene zu setzen. Davon würden Umwelt und Unternehmen profitieren, auch die Sicherheit würde sich erhöhen. Mit dem Projekt ?ChemLog? hat das ECRN deshalb den Boden bereitet für eine länderübergreifende Verbesserung der logistischen Infrastruktur. Dafür wollen wir auch weiterhin wichtige Impulse geben.? So solle mit dem Mitte 2012 gestarteten Nachfolgeprojekt ?ChemLog T&T (Tracking & Tracing)? die Sicherheit und Zuverlässigkeit des intermodalen Transports von Chemie-Gefahrgütern in Mittel- und Osteuropa durch die intelligente Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie erhöht werden.   Im Rahmen des 10. ECRN-Kongresses in Warschau präsentiert sich das ?Chemieland Sachsen-Anhalt? auch mit einer konferenzbegleitenden Ausstellung sowie chemiestandportspezifischen Publikationen. Dazu betonte Dr. Carlhans Uhle, Geschäftsführer der Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt  (IMG): ?Sachsen-Anhalt ist über etablierte Netzwerkstrukturen wie CeChemNet und das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland in den europäischen Erfahrungsaustausch eingebunden und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung einer innovativen und wettbewerbsfähigen Chemieindustrie in Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und Europa. Das gemeinsame Auftreten der Chemie- und Kunststoffindustrie des Landes mit der IMG ermöglicht die europaweite Darstellung wichtiger Standortfaktoren wie wirtschaftliche Dynamik, Kundennähe, Qualität des Fachkräfteangebots, Zusammenarbeit mit Behörden und überregionale Verkehrsanbindung.?   Hintergrund: Das Europäische Chemieregionen Netzwerk ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Magdeburg. Er vertritt die Interessen von aktuell 20 Chemieregionen aus neun EU-Mitgliedsstaaten und damit von mehr als einer Million Beschäftigten von Estland bis nach Spanien. In den vergangenen Jahren hat sich das ECRN aktiv in die Debatte zu verschiedenen relevanten Themen auf EU-Ebene eingebracht und war als erstes regionales Netzwerk Mitglied in einer Hochrangigen Expertengruppe für einen Industriezweig auf europäischer Ebene. Zahlreiche gemeinsame Positionspapiere zur europäischen Chemikalienpolitik, zu Emissionshandel, Klimaschutz, Innovation, Energiepolitik, Regionalentwicklung und Forschungspolitik wurden in den vergangenen Jahren abgestimmt und an wesentliche Entscheidungsträger verbreitet. Von dieser Interessenvertretung sowie dem Erfahrungsaustausch innerhalb der einzelnen Regionen profitiert auch die chemische Industrie in Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen sind auch unter www.ecrn.net zu finden.

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