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Magdeburg, den 21.07.2014

83,2 Millionen Euro Sofort- und Aufbauhilfe für die Wirtschaft bewilligt Möllring: ?Fluthilfe kennt keine Sommerpause? / 1200. Förderbescheid geht an Havelberger Werft

Die Beseitigung der Hochwasserschäden in der heimischen Wirtschaft kommt gut voran: ?Vielen Unternehmen ist mit Unterstützung von Bund und EU bereits geholfen worden. Aus den Landesprogrammen zur Sofort- und Aufbauhilfe für die Wirtschaft wurden bislang insgesamt rund 83,2 Millionen Euro bewilligt, knapp die Hälfte davon ist bereits ausgezahlt. Und wir helfen weiter, denn Fluthilfe kennt keine Sommerpause. Klar ist aber auch: Ein Hilfspaket in dieser Größenordnung ist einmalig und wird es auch bleiben.? Das sagte Wirtschaftsminister Hartmut Möllring heute in Havelberg (Landkreis Stendal). Gemeinsam mit dem Chef der Investitionsbank, Manfred Maas, überreichte Möllring dort den 1200. Fluthilfe-Bescheid in Höhe von rund 68.000 Euro an die Geschäftsführer der Kiebitzberg GmbH & Co.KG, Andreas und Renate Lewerken.  Nach dem Deichbruch in Fischbeck am 10. Juni 2013 flossen unvorstellbare Wassermassen ins Hinterland und überfluteten ganze Ortschaften. ?Havelberg wurde zwar zum Großteil verschont. Unsere Slipanlage in der Werft, mit der Schiffe an Land genommen werden, ist aber durch das Hochwasser versandet und extrem beschädigt worden?, berichteten Andreas und Renate Lewerken. Mit 110 Mitarbeitern ist die Kiebitzberg-Gruppe mittlerweile einer der größten Arbeitgeber in Havelberg. Zum Kerngeschäft gehören der Schiffsbau und die Möbelherstellung. Die beschädigte Querslipanlage ist für die Schifffahrt der Region von großer Bedeutung. Im Moment ist die Anlage bei Havarien von Schiffen und Fähren auf der unteren Havel und Elbe nicht einsetzbar. Allein hier entstand ein Schaden über 85.000 Euro. ?Bis zu 80 Prozent der Wiederherstellungskosten werden über den Aufbauhilfefonds abgedeckt. Anträge dafür nimmt die Investitionsbank noch bis Jahresende entgegen?, erläuterte IB-Chef Maas. Möllring wies darauf hin, dass auch bei der Hochwasserhilfe sorgfältig geprüft werden müsse. ?Fluthilfe ist Steuergeld. Daher muss die möglichst schnelle Hilfe mit einer gewissenhaften Prüfung einhergehen. Mit der Investitionsbank und den gewerblichen Kammern haben wir zuverlässige Partner an unserer Seite. Vor-Ort-Termine wurden kurzfristig organisiert und die Hilfen konnten schnell fließen. Bis heute sind fast 94 Prozent der Anträge entschieden, gut 95 Prozent davon sind bewilligt worden. Fest steht: Das enge Zusammenwirken von Wirtschaft, Land, Kammern und Investitionsbank war und ist für die optimale Schadensbearbeitung beispielhaft.?Auch beim Nachweis der verwendeten Mittel werden die Unternehmer nicht allein gelassen. ?Gemeinsam mit den Kammern haben wir bereits 300 Betroffene zum Verwendungsnachweis beraten. Für jegliche Fragen, die auftauchen, können Sie uns und unsere Partner jederzeit kontaktieren. Wir haben immer ein offenes Ohr und suchen gemeinsam mit Ihnen nach individuellen Lösungen?, wendete sich Maas direkt an die Betroffenen. Hintergrund:Anträge auf Aufbauhilfe für Unternehmen und wirtschaftsnahe Infrastruktur können noch bis Jahresende gestellt werden. Antragsunterlagen und weiterführende Informationen stehen auf den Internetseiten der Investitionsbank (www.ib-sachsen-anhalt.de) bereit. 

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