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Magdeburg, den 28.07.2014

Uni Halle und LAGB präsentieren geologisches Modell der Landeshauptstadt Ministerium ermöglicht interessanten Einblick in Magdeburgs Unterwelt

Einen Blick in Magdeburgs Unterwelt können Besucher ab sofort im Foyer des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft werfen. Minister Möllring enthüllte heute ein entsprechendes 3D-Modell aus Kristallglas. Es zeigt auf 26 mal 30 mal 13 Zentimetern die verschiedenen Schichten im Untergrund der rund 201 km² großen Landeshauptstadt. Der 26 Kilogramm schwere, mit Lasertechnik aufwändig produzierte Glasblock basiert auf einem digitalen geologischen 3D-Modell, für das Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kooperation mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) insgesamt 56 Millionen geologische Daten zusammengetragen haben. Das in dieser Form für die Stadt Magdeburg einmalige und bundesweit wahrscheinlich größte Datenmodell wird noch bis zum 26. September 2014 im Foyer des Ministeriums zu sehen sein.Prof. Dr. Peter Wycisk, Leiter des Fachbereichs Hydro- und Umweltgeologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sagte: ?Mit der Umsetzung in das Glas-Laser-Gravur-Modell erreicht die 3D-Modellierung im Hinblick auf fachliche Komplexität und Modellgröße eine neue Dimension. Der Festgesteinsuntergrund Magdeburgs wurde erstmals mit den nachgewiesenen und vermuteten Störungsflächen dargestellt. Die darüber liegenden Schichten sind zum Teil thematisch zusammengefasst veranschaulicht. Zur besseren räumlichen Orientierung dient eine vereinfachte Karte mit Straßen- und Siedlungsflächen.?Dr. Bodo-Carlo Ehling, Abteilungsleiter Geologie im LAGB, betonte: ?Die geologische 3D-Modellierung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit dem jetzt erarbeiteten Modell der Landeshauptstadt können anwendungsorientierte Fragen zu Themen wie Baugrund, Grundwasser und oberflächennahe Geothermie sowie andere Fragen zum geologischen Untergrund schnell beantwortet werden. Daher wird das Modell als fortschreibbarer Datenspeicher für geologische Daten auch künftig verfügbar bleiben.?Ein vergleichbares 3D-Glas-Modell ist 2012 für das Stadtgebiet von Halle (Saale) angefertigt worden. 

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