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Halle (Saale), den 09.05.2019

?Straße der Romanik? Ausstellung im Landesverwaltungsamt

2018 feierte das Land Sachsen-Anhalt das 25jährige Jubiläum der Straße der Romanik ? einer Ferienstraße durch das Kernland des frühen deutschen Königtums mit mittlerweile 88 Bauwerken in 73 Städten und Gemeinden in unserem Bundesland. Das Landesverwaltungsamt begleitet die Entwicklung der Straße der Romanik kontinuierlich ? auch mit Fördermitteln. Allein in den Jahren 2004 bis 2018 unterstützte es insgesamt 203 Denkmalpflege-Projekte auf der Straße der Romanik mit Landes- und Bundesmitteln in Höhe von über 13 Mio. Euro. Auch über das 25jährige Jubiläum hinaus fördert der Denkmalschutzbereich im Landesverwaltungsamt den Erhalt, die Pflege und die weitere Erschließung von Kulturdenkmalen auf den Spuren der ottonischen Kaiser und damit auch das Engagement und den Ideenreichtum mit dem Menschen vor Ort diese einzigartigen Zeugnisse unserer Geschichte erhalten und anderen zugängig machen.Mit einer Ausstellung haben jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes den Blick auf ausgewählte Kulturdenkmale und damit gleichzeitig ein einzigartiges Freilichtmuseum als Zeugnis europäischer Baukunst des Mittelalters gelenkt und dabei von den Menschen berichten, die sich für den Erhalt dieser faszinierenden Gebäude einsetzen. Die Ausstellung wurde am 9. Mai im Landesverwaltungsamt durch den Präsidenten, Thomas Pleye, offiziell eröffnet. Zu sehen sein wird sie hier noch bis zum 31. August.Anschließend wandert die Ausstellung durch das Land und wird in den verschiedenen historischen Bauwerken der Straße der Romanik, aber auch in öffentlichen Gebäuden, wie Rathäusern oder Landratsämtern zu sehen sein. Erste Station wird das Kloster Drübeck sein. Die Ausstellung kann darüber hinaus ebenfalls ausgeborgt werden. Dazu können sich Interessierte an die Pressestelle des Hauses wenden.25 Jahre und mehr ? nach dem Jubiläum. Ein Ausblick.Auch über das Jubiläum ?25 Jahre Straße der Romanik? hinaus unterstützt der Denkmalförderbereich im Landesverwaltungsamt den Erhalt, die Pflege und die weitere Erschließung von Kulturdenkmalen auf den Spuren der ottonischen Kaiser. Allein für das Haushaltsjahr 2019 sind bereits zahlreiche Anträge für Sanierungsarbeiten an Bauwerken der Straße der Romanik eingegangen; beantragt wurden Landes- und Bundesmittel in Höhe von knapp 1,3 Mio. Euro.So hat z.B. die Evangelische Kirchengemeinde ?St. Nicolai und Unser Lieben Frauen? in Burg für das Haushaltsjahr 2019 für die Kirche St. Nicolai in Burg für die Dachsanierung des Kirchenschiffs (Chordach) eine Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro Landesmittel und 100.000 Euro Bundesmittel aus dem Programm ?National wertvolle Kulturdenkmäler? beantragt.  Der spätromanische Granitquaderbau der von 1162 bis 1186 als romanische Pfeilerbasilika errichteten Unterkirche St. Nicolai ist fast vollständig erhalten und vermittelt ein eindrucksvolles Bild romanischer Baukunst. Seit 2015 wird das Dach des Kirchenschiffes in mehreren Teilabschnitten saniert. Der Denkmalförderbereich im Landesverwaltungsamt bewilligte hierzu in den Jahren 2015, 2017 und 2018 für die schrittweise Sanierung des Kirchenschiffdaches Landes- und Bundesmittel in Höhe von insgesamt 280.000 Euro.In Vorbereitung der nunmehr dringlich notwendigen Sanierungsarbeiten im Bereich Dachstuhl des Chores waren eine bauforscherische Dokumentation und eine gefügekundliche Untersuchung des hölzernen Dachtragwerkes durchgeführt worden. Im Ergebnis dieser Untersuchungen wurde die Errichtung des derzeit vorhandenen Chor - Dachstuhls auf das Jahr 1358 datiert. Bis auf sehr wenige Reparaturen ist die Dachkonstruktion bis zum heutigen Tage unverändert erhalten geblieben. Im Rahmen der Planungen für die Dachsanierung waren daher insbesondere der schonende Umgang und das angestrebte unveränderte Belassen der bauzeitlichen Dachkonstruktionen zu berücksichtigen.Weitere Anträge auf Denkmalpflegeförderung für das Haushaltsjahr 2019 sind in Bearbeitung für Projekte wie Fassaden- und Dachsanierungen, Glasfenster und Glockenstuhl, Monitoring und Inventarisierung in den Domen von Naumburg und Halberstadt im Kloster Memleben, in Kirchen in Sandau, Seehausen, Frose oder Burg sowie im Kloster Drübeck.

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