Pressemitteilung: 91/2020
Magdeburg, den 24.08.2020

Jährlich 300.000 Euro Landeszuschuss zur langfristigen Finanzierung der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn

Das Land Sachsen-Anhalt stellt in den nächsten 15 Jahren jeweils 300.000 Euro für den Betrieb der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn zur Verfügung. Verkehrsminister Thomas Webel, der Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Rosslau, Peter Kuras und Peter Panitz, Geschäftsführer der NASA GmbH, haben heute einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

„Damit sichern wir der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn eine langfristige Perspektive“, erklärte Webel beim Vertragsabschluss in Dessau-Roßlau. „Der Landeszuschuss gibt dem Eisenbahnunternehmen die erforderliche Planungssicherheit, um weitere Investitionen tätigen und mehr Fahrten anbieten zu können“, betonte der Minister. Durch eine kreative und sehr erfolgreiche Vermarktung habe die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn in den zurückliegenden Jahren fast eine Verdopplung der Fahrgastzahlen erreicht.

„Durch die langfristige Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt kann die Stadt Dessau-Roßlau gemeinsam mit der Stadtwerke-Tochter DWE seit 2001 bereits die attraktive Zugverbindung zwischen Dessau und Wörlitz anbieten und aufrechterhalten. Die Unterzeichnung des neuen Vertrages ermöglicht es nun, diese regionale Erfolgsgeschichte für weitere fünfzehn Jahre fortzuschreiben. Für diese verlässliche Unterstützung gilt dem Land großer Dank.

Die Fahrgäste werden das Ergebnis dieser erfolgreichen Zusammenarbeit bei ihren Erkundungsfahrten durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich genießen können“, sagte Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Peter Kuras anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Zum Hintergrund

Die Eisenbahnstrecke Dessau-Wörlitz wurde 1894 in Betrieb genommen und diente von Beginn an insbesondere dem touristischen Ausflugsverkehr. Seither wurden die Verkehre mehrmals eingestellt, zuletzt im Jahr 1997. Bürgerschaftliches Engagement und kommunalpolitische Aktivitäten führten schließlich in den Jahren 1998-2001 dazu, dass in erheblichem Maße öffentliche Mittel in die Sanierung der Strecke flossen, sodass im Juni 2001 der Betrieb wiederaufgenommen werden konnte. Dabei handelte es sich um Landesmittel, Mittel für arbeitsförderliche Maßnahmen und Mittel aus dem europäischen Sozialfond. Durch den jetzt fortgeschriebenen Vertrag zwischen Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Dessau-Roßlau wird seitdem die Finanzierung der Verkehrsleistungen und der Infrastruktur abgesichert.

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