Pressemitteilung: 037/2022
Magdeburg, den 12.04.2022

Aufnahme Ukraine-Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt

Land unterstützt Kommunen personell und beteiligt sich an Luftbrücke

Das Land Sachsen-Anhalt hilft weiterhin umfassend bei der Aufnahme und Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine.

 

Stand der Aufnahme und Unterbringung

In Sachsen-Anhalt sind seit dem Angriffsbefehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin am 24. Februar 2022 auf den souveränen Staat Ukraine bisher mindestens 18.279 Kriegsflüchtlinge direkt von den Landkreisen und kreisfreien Städten aufgenommen worden, darunter sind mindestens 2.040 Kinder im Kindergarten- und 4.389 Kinder im schulpflichtigen Alter (Stand: 11. April 2022, 15.00 Uhr). Bisher nicht vollständig erfasst sind ukrainische Kriegsflüchtlinge, die bei Freunden, Verwandten oder hilfsbereiten Sachsen-Anhalterinnen und Sachen-Anhaltern privat untergekommen sind.

In den Zwischenunterbringungen des Landes sind derzeit insgesamt rund 127 Kriegsflüchtlinge untergebracht, davon mindestens acht Kinder im Kindergarten- und 28 Kinder im schulpflichtigen Alter (Stand: 12. April 2022, 08.00 Uhr).

 

Beteiligung an der Luftbrücke Moldau – Deutschland

Am Wochenende hat Sachsen-Anhalt 117 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, die über die Luftbrücke mit Moldau nach Deutschland geflogen wurden.

 

„Sachsen-Anhalt hilft auch weiterhin Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine. Aus humanitären Gründen beteiligen wir uns auch an der Luftbrücke und bringen Menschen bei uns in Sicherheit, die besonders hilfebedürftig sind“, so Innenministerin Dr. Tamara Zieschang.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt einmal mehr all jenen, die diese Hilfe praktisch möglich machen: Den unermüdlichen Organisatoren und Helfern in den Kommunen, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, bei der Polizei, den Hilfsorganisationen und auch bei den Teams im Ministerium für Inneres und Sport sowie im Landesverwaltungsamt, die hinter den Kulissen koordinieren.“

 

Die Schutzsuchenden wurden am Flughafen Leipzig/Halle in Empfang genommen. Da viele von ihnen besonders hilfsbedürftig oder gesundheitlich beeinträchtigt sind, wurden sie zunächst ärztlich versorgt. Bei sechs Menschen bestand die Notwendigkeit, sie in einem Krankenhaus unterzubringen. Alle anderen kamen in der Zwischenunterbringung des Landes unter. Parallel dazu begann die Registrierung der angekommenen Menschen, damit sie zügig alle notwendigen Leistungen abrufen können. Auch die Suche nach einer dauerhaften Unterbringung in den Kommunen ist angelaufen.

 

Deutschland hat zugesagt, in einem ersten Schritt 2.500 ukrainische Geflüchtete aus der Republik Moldau aufzunehmen. Ziel ist es, den Menschen in ihrer besonders schwierigen Situation schnellstmöglich zu helfen und Moldau zu entlasten. Es ist das kleinste Nachbarland der Ukraine, in dem mehrere hunderttausend Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet eine erste Zuflucht gesucht haben. Besonders Schutzbedürftige stehen im Fokus. Dazu zählen Menschen mit Behinderungen, ältere, verwundete oder schwer erkrankte Menschen sowie allein reisende Mütter mit Kindern.

 

Amtshilfe für die Kommunen

Auf Bitten der Kommunen schickt Sachsen-Anhalt kurzfristig für mehrere Wochen personelle Unterstützung aus der Landesverwaltung, um anfallende Aufgaben bei der Unterbringung, Leistungsgewährung und Registrierung der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in den Landkreisen und kreisfreien Städten zu bearbeiten. So sollen die Kommunen entlastet werden.

 

Wenige Tage nach dem ersten Aufruf haben bereits 63 Landesbedienstete ihre Bereitschaft erklärt, in den kommenden Wochen befristet die kreisfreien Städten und Landkreisen zu unterstützen (Stand: 12. April 2022).

Impressum:
Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt
Verantwortlich:
Franziska Höhnl
Pressesprecherin


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