Pressemitteilung: 274/2022
Magdeburg, den 22.06.2022

Zusätzliche Fördermittel des Landes für das Museum Synagoge Gröbzig

Das Land Sachsen-Anhalt stellt im laufenden Jahr zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 66.000 Euro für die Förderung des Museumskomplexes Synagoge Gröbzig bereit. Damit erhöht sich die institutionelle Förderung durch das Land auf 152.000 Euro. Auch der Landkreis Anhalt-Bitterfeld und die Stadt Südliches Anhalt stocken ihre Förderungen um jeweils 2.500 Euro auf. Das Land, die beiden kommunalen Partner sowie der Museumsverein Gröbziger Synagoge e. V. haben dazu eine Vereinbarung unterzeichnet, die den am 25. September 2020 abgeschlossenen Zuwendungsvertrag für die Jahre 2021/2022 ergänzt.

Die Erhöhung der Zuwendungen ist erforderlich, um die im Landesprogramm für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus sowie in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Stärkung der Vermittlungsarbeit im Museum Synagoge Gröbzig umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wird für das Museum die Finanzierung eines notwendig gewordenen Personalaufwuchses möglich.

Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra erklärte: „Jüdisches Leben hat unsere Heimat in der Vergangenheit ganz wesentlich geprägt und bereichert - es gehört auch heute unverrückbar zu unserem Bundesland. Es ist daher das erklärte Ziel der Landesregierung, diesen einmaligen historischen Gebäudekomplex in Gröbzig zu bewahren und zu pflegen. Mit den zusätzlichen Mitteln wollen wir das Museum in die Lage versetzten, seinen Bekanntheitsgrad wirksam zu erhöhen und sich verstärkt als außerschulischen Lernort zu etablieren.“

Hintergrund:

Der Komplex des Museums in Gröbzig besteht aus der Synagoge der ehemaligen jüdischen Gemeinde, dem Gemeindehaus, einer Schule, einer Remise und einem außerhalb der Stadt liegendem Friedhof. Er ist eines der wenigen Zeugnisse jüdischer Kultur in Deutschland, das die Zeit des Nationalsozialismus ohne schwere Zerstörungen überstanden hat. Der gesamte Komplex ist den Besuchern zugänglich und bringt ihnen die Geschichte des Ortes in einer Dauerausstellung, die gegenwärtig mit Mitteln des Landes und des Bundes unter Federführung der Museumsleiterin umfassend neugestaltet wird, näher.

Aufgrund umfassender Bau- und Sanierungsarbeiten ist das Museum aktuell nur auf Anfrage und zu Veranstaltungen geöffnet. Ende des Jahres 2023 ist eine große Neueröffnung geplant. Die Museumsleiterin und der neue museumspädagogische Mitarbeiter engagieren sich bis zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Museums in zahlreichen Projekten zur Vermittlung des jüdischen Erbes - insbesondere mit Schulen - im gesamten Land.

 

 

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