Pressemitteilung: 020/2022
Magdeburg, den 01.07.2022

Ministerin Franziska Weidinger gratuliert 435 Nachwuchsjuristen und würdigt Arbeit des Juristischen Bereichs der Uni Halle-Wittenberg

Im Rahmen einer Absolventenfeier sind in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg in Halle Nachwuchsjuristinnen und Nachwuchsjuristen geehrt worden. Im Beisein von Sachsen-Anhalts Ministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Franziska Weidinger, wurden den anwesenden Absolventinnen und Absolventen der Ersten juristischen Prüfung Urkunden überreicht. Es war die erste Absolventenfeier des Juristischen Bereichs der MLU seit Pandemiebeginn. Mit der Festveranstaltung wurden deshalb zugleich alle 435 Frauen und Männer gewürdigt, die die Erste juristische Prüfung zwischen Juli 2019 und Juni 2022 in Halle erfolgreich abgelegt haben.

Sachsen-Anhalts Justizministerin Franziska Weidinger: „Ich gratuliere allen Absolventinnen und Absolventen ganz herzlich. Das Examen ist ein großer persönlicher Erfolg, der Respekt und Anerkennung verdient.“

Trotz Pandemie und der deshalb teils schwierigen Studienbedingungen haben die Absolventinnen und Absolventen des Juristischen Bereichs der MLU in den vergangenen drei Jahren sehr positive Ergebnisse in der Ersten juristischen Prüfung erzielt. Rund 45 Prozent erzielten sogar ein Prädikatsexamen, also die Noten „vollbefriedigend“, „gut“ oder „sehr gut“. Sechs Mal wurde die herausragende Note „sehr gut“ vergeben.

„Es ist deutschlandweit bekannt, dass man in Halle ausgezeichnet Rechtswissenschaften studieren kann. Das zeigen die seit Jahren außerordentlich erfreulichen Platzierungen der Universität in den Hochschulrankings. Entscheidend für den Erfolg der Juristenausbildung in Halle ist das Engagement der Fakultät. Ich danke allen Professorinnen und Professoren, die unermüdlich Wissen vermitteln. Mein Dank gilt auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Juristischen Bereichs und des universitären Prüfungsamtes, die den Studierenden immer zur Seite stehen. Die Universität sorgt mit der Juristenausbildung dafür, dass der Rechtspflege in Sachsen-Anhalt die gesuchte qualifizierte Verstärkung zur Verfügung steht. Die Justiz braucht gute Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte. Das Land Sachsen-Anhalt bietet beste Berufs- und Zukunftsmöglichkeiten, deshalb ermuntere ich alle Nachwuchsjuristinnen und Nachwuchsjuristen, sich für den Dienst in der Justiz zu bewerben“, sagte Justizministerin Franziska Weidinger.

Der Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Christian Tietje, ergänzte: „Die Universität Halle ist stolz auf ihre hohe Zahl an Absolventen, die zudem herausragend abgeschnitten haben. Sie haben hier eine der besten staatlichen Juristenausbildungen in ganz Deutschland genossen. Wir bilden in Halle sehr guten juristischen Nachwuchs für Sachsen-Anhalt aus und werden auch dafür sorgen, dass das so bleibt.“

Der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Henning Rosenau, wies ebenfalls auf die Bedeutung der Juristenausbildung in Halle hin: „Die Fakultät feiert den erfolgreichen Abschluss des Jurastudiums und des interdisziplinären Masterstudienganges Medizin – Ethik – Recht mit ihren Absolventinnen und Absolventen. Diese können auf eine Ausbildung verweisen, die sich bundesweit im Studienranking in der Spitzengruppe bewegt: die guten Ergebnisse bis hin zur juristischen Traumnote ‚sehr gut‘ zeigen das eindrücklich. Die Fakultät wird alles daransetzen, dass Halle an der Saale eine Top-Adresse bei der Juristenausbildung bleibt. Wir wissen bei diesen Anstrengungen Frau Justizministerin Weidinger an unserer Seite.“

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der Promotionspreis des Juristischen Bereiches der Universität Halle-Wittenberg in Höhe von 5.000 Euro für die beste Dissertation des Jahres 2021 vergeben. Geehrt wurde Dr. Michelle Poller für ihre Promotion zum Thema "Die BaFin als multifunktionale Kapitalmarktaufsichtsbehörde - zugleich ein Beitrag zum aktuellen Verfahrensrecht nach dem WpHG sowie zur europäischen Selbstbelastungsfreiheit“.

Der Festvortrag von Prof. Dr. Bertram Schmitt, Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, zum Thema „Der Internationale Strafgerichtshof: Mandat, Zuständigkeit und Arbeitsweise“, wurde krankheitsbedingt nicht gehalten. 

Hintergrund:

Das Studium der Rechtswissenschaften in Deutschland ist zweistufig organisiert. Nach der Ersten Juristischen Prüfung (zur Juristin/zum Juristen) und dem Rechtsreferendariat folgt die Zweite Staatsprüfung (zur Volljuristin/zum Volljuristen). Die jeweiligen Prüfungen werden in Präsenz absolviert. In Sachsen-Anhalt werden die juristischen Prüfungen in Halle (Saale), dem Sitz der Martin-Luther-Universität und dem Ort der einzigen Juristischen Fakultät in Sachsen-Anhalt durchgeführt, mündliche Prüfungen auch im Landesjustizprüfungsamt in Magdeburg.

Die Justiz Sachsen-Anhalt sucht permanent Verstärkung und stellt Volljuristinnen und Volljuristen als Richterin bzw. Richter auf Probe ein: https://justiz.sachsen-anhalt.de/gericht/stellenausschreibungen/richter-auf-probe/

Anhang zwei Fotos (Foto: Uni Halle / Markus Scholz)

Dekan der Fakultät Prof. Dr. Rosenau spricht zu den Absolventen

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