Pressemitteilung: 12 / 2023
Magdeburg, den 17.03.2023

Standort für Bioenergie

Wirtschaftsminister Sven Schulze zeichnet den Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA) als 13. Zukunftsort in Sachsen-Anhalt aus

In Arneburg sind Global Player wie Mercer ansässig, aber auch kleine Unternehmen, die im Bereich grüne Energie tätig sind.

Arneburg. Das Land Sachsen-Anhalt ist um einen Zukunftsort reicher. Sven Schulze, Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, hat heute den Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA) in Arneburg (Landkreis Stendal) zum 13. Zukunftsstandort in Sachsen-Anhalt ernannt. „Unternehmen und Akteure am Standort leisten seit langer Zeit sehr gute Arbeit. Das Gütesiegel ,Zukunftsort‘ haben sie sich verdient“, so Minister Schulze. Bisher wies die Landkarte im Norden Sachsen-Anhalts noch keinen Zukunftsort aus. Das ändert sich nun mit der Ernennung des IGPA zum 13. Zukunftsstandort. „Mercer Stendal ist eine der modernsten Zellstofffabriken Europas. Am Standort werden Strom und Wärme für die eigene Produktion selbst erzeugt. Das ist der Umgang mit grüner Energie, wie er in Zukunft Schule machen wird. Das Alleinstellungsmerkmal des Standorts wird komplettiert durch weitere innovative Unternehmen mit hoher Expertise im Bereich der grünen Energie und durch den besonderen Schulterschluss mit der Forschung“, so Minister Schulze weiter. Hintergrund: Der Industrie- und Gewerbepark Altmark in Arneburg umfasst eine Gewerbefläche von 740 Hektar. Ab den 1970er Jahren wurde dort, etwa 15 Kilometer nördlich der Hansestadt Stendal, am westlichen Elbeufer, das mit 4.000 Megawatt größte Kernkraftwerk der DDR gebaut. Dieses ging jedoch nie ans Netz. Auf dem erschlossenen Gelände wurde 2004 durch die Zellstoff Stendal GmbH (heute Mercer Stendal GmbH) eines der modernsten Zellstoffwerke der Welt in Betrieb genommen. Heute werden dort bis zu 740.000 Tonnen Zellstoff pro Jahr produziert. Weiterhin betreibt Mercer am Standort Arneburg das größte Kraftwerk für Biomasse Deutschlands (148 Megawatt) sowie eine moderne Extraktionsanlage für Terpenton und Tallöl. Im Herbst 2006 folgte durch die Ansiedlung der Delipapier GmbH, einer Tochtergesellschaft des italienischen Papierkonzerns Sofidel, die Herstellung von Hygienepapieren. Weiterhin wurde im Jahr 2012 von Weltec begonnen, eine Biomethanraffinerie (Biogasanlage mit Biogasaufbereitung) zu errichten, die seit Mai 2013 pro Stunde rund 700 Kubikmeter aufbereitetes Biomethan ins Gasnetz einspeist. Mittlerweile arbeiten am Standort 25 Unternehmen mit rund 1.200 Beschäftigten.

 

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