Pressemitteilung: 25/2026
Magdeburg, den 16.03.2026

Land Sachsen-Anhalt und Autobahn GmbH vereinbaren Umleitungskonzept für Bau der neuen Elbebrücke bei Wittenberge

Im Zuge des geplanten Ersatzneubaus der Elbebrücke im Verlauf der Bundesstraße (B) 189 bei Wittenberge wird der Verkehr ab voraussichtlich August vorübergehend über einen bereits fertiggestellten Abschnitt der künftigen Autobahn A 14 umgeleitet.

Im Bereich Geestgottberg ist vorgesehen, eine temporäre Behelfszu- und -abfahrt an einer zukünftigen Betriebszufahrt einzurichten. Diese zusätzliche Anbindung dient der Verbesserung der Erreichbarkeit der Anrainer während der Bauzeit und wurde im Zuge der Abstimmungen mit den beteiligten Behörden aufgenommen. „Damit haben wir gemeinsam eine Lösung gefunden, um die Verkehrsbeeinträchtigungen infolge des Brückenbaus für Autofahrer, vor allem aber auch für die Menschen der Anrainergemeinden im Norden unseres Landes, spürbar zu reduzieren. So kann der Verkehr während der Bauarbeiten trotzdem leistungsfähig und sicher geführt werden, bis die neue Brücke fertiggestellt ist“, fügte die Ministerin hinzu.

„Es ist rechtlich nicht ganz einfach, dass eine gebaute Autobahn zunächst nicht als solche ausgewiesen wird. Das Verkehrsministerium hat unsere Sorgen hier im ländlichsten Raum ernst genommen und sich auf Bundesebene dafür eingesetzt – und das nicht zum ersten Mal. Stellvertretend für die Anwohner, für die die Brücke eine wichtige Lebensader in den Norden ist, gilt mein Dank Dr. Lydia Hüskens und ihrem Staatssekretär Sven Haller“, sagte Landrat Patrick Puhlmann. „Mit der Behelfszu- und -abfahrt bei Geestgottberg entfallen lange Umwege und die wichtige Verbindung über die Elbe bleibt auf kurzem Weg erhalten“, hob Puhlmann hervor.

Die Umleitungsstrecke verläuft von der Anschlussstelle (AS) Seehausen-Nord über die Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg bis zur AS Wittenberge und hat eine Länge von rund 8,8 Kilometern. Der Abschnitt der A 14 ist baulich bereits fertiggestellt, jedoch noch nicht offiziell als Autobahn für den Verkehr freigegeben. Für die Dauer der Bauarbeiten wird deshalb zunächst die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 vorübergehend für den Verkehr der B 189 genutzt.

Damit der gesamte Verkehr der Bundesstraße – mit Ausnahme des Fuß- und Radverkehrs – die Strecke nutzen kann, wird der Abschnitt während der Umleitungsphase straßenverkehrsrechtlich nicht als Autobahn ausgewiesen.

Die entsprechenden Autobahn-Schilder werden daher nicht aufgestellt. Stattdessen wird die Strecke temporär als Bundesstraße betrieben. Dadurch können auch Verkehrsarten zugelassen werden, die auf Autobahnen normalerweise nicht erlaubt sind. Für den Fuß- und Radverkehr wird eine separate alternative Streckenführung eingerichtet.

Die Umsetzung dieses Konzeptes erfolgte in enger Abstimmung zwischen dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, der Landesstraßenbaubehörde, der Autobahn GmbH des Bundes sowie den zuständigen Behörden vor Ort.

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