Pressemitteilung: 123/2026
Magdeburg, den 17.03.2026

Ministerpräsident Sven Schulze trifft EPH in Prag – Gespräche über Zukunft des Energiestandorts Sachsen-Anhalt

Prag. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat im Rahmen seiner Delegationsreise nach Prag Gespräche mit dem Vorstand des Energieunternehmens Energetický a průmyslový holding (EPH) sowie mit der Geschäftsführung der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) geführt. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Zukunft der Energieerzeugung am Standort Schkopau sowie Perspektiven für Investitionen in den Energiestandort Sachsen-Anhalt. EPH gehört zu den großen Energieunternehmen Europas und ist unter anderem an der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) sowie am Kraftwerk Schkopau beteiligt. Beide Standorte spielen eine zentrale Rolle für die Energieversorgung und die industrielle Wertschöpfung in Mitteldeutschland.

Schulze setzt sich für stabile Energieversorgung und Industriestandorte ein

Ministerpräsident Sven Schulze betonte im Gespräch die Bedeutung verlässlicher Energieversorgung für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts: „Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung ist eine Grundvoraussetzung für unsere Industrie. Standorte wie Schkopau sind für Sachsen-Anhalt und für die industrielle Entwicklung in Mitteldeutschland von großer Bedeutung. Deshalb führen wir einen engen Austausch mit den Unternehmen und setzen uns auf Bundes- und europäischer Ebene für verlässliche Rahmenbedingungen ein.“

Schulze verwies darauf, dass Sachsen-Anhalt im engen Austausch mit Bund, Unternehmen und Gewerkschaften steht, um tragfähige Lösungen für die Transformation der Energieversorgung zu entwickeln. „Wir müssen dafür sorgen, dass der Umbau unseres Energiesystems gelingt, ohne industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze zu gefährden. Unser Ziel ist klar: Sachsen-Anhalt soll auch künftig ein starker Energie- und Industriestandort bleiben“, so Ministerpräsident Sven Schulze.

Zukunft des Kraftwerks Schkopau im Fokus

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war die aktuelle energiewirtschaftliche Situation rund um das Kraftwerk Schkopau. Das Kraftwerk mit einer Nettoleistung von rund 900 Megawatt versorgt neben dem Stromnetz auch industrielle Abnehmer in der Region mit Energie und Prozessdampf. Vor dem Hintergrund steigender CO₂-Kosten, veränderter Strommärkte und der energiepolitischen Transformation steht die wirtschaftliche Situation vieler konventioneller Kraftwerke derzeit unter Druck. Gleichzeitig spielen bestehende Kraftwerkskapazitäten weiterhin eine wichtige Rolle für die Stabilität des Stromsystems und die Versorgungssicherheit in Deutschland.

Die Bundesregierung plant derzeit Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke, die perspektivisch auch auf Wasserstoff umgestellt werden können. Sachsen-Anhalt setzt sich dafür ein, dass bestehende Energiestandorte wie Schkopau bei zukünftigen Investitionsentscheidungen berücksichtigt werden.

Strukturwandel und neue Energieprojekte

Die MIBRAG-Gruppe betreibt unter anderem die Tagebaue Profen und Vereinigtes Schleenhain sowie mehrere Kraftwerksstandorte in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an neuen Geschäftsfeldern im Bereich erneuerbare Energien, Wasserstoff sowie Energie- und Industriedienstleistungen.

Vor diesem Hintergrund verständigten sich die Gesprächspartner darauf, den Dialog über die Zukunft der Energiestandorte in Sachsen-Anhalt fortzusetzen und mögliche Investitionsperspektiven weiter zu prüfen.

Hintergrund: Energie und Industrie in Mitteldeutschland

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) gehört zu den bedeutenden Energieunternehmen in Mitteldeutschland und beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die geförderte Braunkohle wird insbesondere in den Kraftwerken Schkopau und Lippendorf verstromt.

Der Standort Schkopau ist zugleich eng mit der regionalen Chemieindustrie verbunden und liefert unter anderem Energie und Prozessdampf für industrielle Anlagen. Damit ist er ein wichtiger Bestandteil der industriellen Infrastruktur in Sachsen-Anhalt.

 

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