Polizeimeldung: 20/2026
Stendal, den 25.03.2026

Polizeimeldung der Polizeiinspektion Stendal

Berichtszeitraum 25.03.2026

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) der Polizeiinspektion Stendal für das Jahr 2025

Für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Stendal mit den Polizeirevieren Stendal, Jerichower Land und Altmarkkreis Salzwedel stellt sich die Polizeiliche Kriminalstatistik folgendermaßen dar:

Insgesamt wurden im Jahr 2025 11.049 Straftaten aufgeklärt. Die Aufklärungsquote (AQ) ist gegenüber dem Jahr 2024 um 4,2 Prozentpunkte gestiegen und liegt bei 61,8 %. Die Aufklärungsquote der Straftaten im Jahr 2025 im Land Sachsen-Anhalt lag bei 57,4 %. Somit liegt die Aufklärungsquote der PI Stendal 4,4 Prozentpunkte über der des Landes.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Stendal wurden im Jahr 2025 insgesamt 17.875 Straftaten registriert. Dies sind 1.422 Straftaten weniger als im Vorjahr.

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Stendal wurden im Jahr 2025 insgesamt 7.504 Tatverdächtige ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr (2024: 7.699) bedeutet dies einen Rückgang um 2,5 Prozentpunkte. Die Tatverdächtigen schlüsseln sich in 5.593 männliche und 1.911 weibliche Personen auf. Die Anzahl nichtdeutscher Tatverdächtiger stieg im Jahr 2025 von 1.187 auf 1.219 Tatverdächtige. Im Jahr 2025 waren 1.613 ermittelte Tatverdächtige unter 21 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von 21,5 % an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit ein fast gleichbleibender Wert. Insgesamt wurden in der PKS 2025 aus der Personengruppe der Zuwanderer heraus 785 Tatverdächtige registriert, die an 1.086 erfassten Fällen beteiligt waren. Dies entspricht einer leichten Senkung der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr (2024: 1.165). Die Anzahl der Tatverdächtigen stieg dabei um 1,2 % an (2024: 777). Neben den Verstößen gegen das Aufenthalts-, das Asyl- oder Freizügigkeitsgesetz wurden von den erfassten Tatverdächtigen 454 Rohheitsdelikte, darunter 322 Fälle von Körperverletzungsdelikten und Diebstahlsdelikte (149 Fälle, davon 108 Fälle von Ladendiebstahl), begangen. Diese Fallzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. 39 Straftaten richteten sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung. 24 Fälle sind den Rauschgiftdelikten zuzuordnen (35 Fälle im Vorjahr).

Der prozentuale Anteil der Straftaten gegen das Leben (insgesamt 18 Straftaten) beträgt im Verhältnis zum Gesamtstraftatenaufkommen 0,1 %. Fünf Delikte konnten im Jahr 2025 nicht aufgeklärt werden.

Von 439 bekannt gewordenen Sexualdelikten konnten 414 Taten aufgeklärt werden, was einer AQ von 94,3 % entspricht. Die Anzahl der erfassten Fälle, die unter Anwendung von Gewalt oder Ausnutzung einer Abhängigkeit begangen wurden, sind von 146 auf 149 Fälle gestiegen. Dies ist ein leichter Anstieg von Fällen um 2,05 % im Vergleich zum Jahr 2024. 

Die Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung stieg dagegen von 44 auf 60 Fälle, was einen Anstieg von 36,3 % im Vergleich zum Jahr 2024 bedeutet. Die Fälle des sexuellen Missbrauchs fielen im Vergleich zum Vorjahr um -8,9 % von 79 auf 72 Fälle. Der sexuelle Missbrauch von Kindern dagegen sank weiterhin um -14,0 % von 57 auf 49 Fälle im Vergleich zum Jahr 2024.

Die Anzahl der erfassten Rohheitsdelikte nahm mit 4.210 Fällen (90,2 Aufklärungsquote) um -0,6 Prozentpunkte ab. Rohheitsdelikte nehmen einen prozentualen Anteil von 25 % an allen Taten ein. Die AQ bei Rohheitsdelikten liegt bei 90,2 %. Bei den darunterfallenden Raubstraftaten ist ein geringer Abfall auf nunmehr 106 Straftaten zu verzeichnen, wovon 68 Fälle aufgeklärt wurden. Dies entspricht einer AQ von 64,2 %. Auch die Anzahl der bekannt gewordenen Körperverletzungsdelikte hat sich um 96 Straftaten verringert. 2.417 Fälle wurden im Jahr 2025 insgesamt in diesem Deliktsbereich erfasst (2024: 2.513 Straftaten). Die AQ liegt hier bei 92,3 %.

Diebstahlsdelikte stellen mit 28,9 % auch im Jahr 2025 den höchsten Anteil an allen abgeschlossenen Fällen dar. Insgesamt ist ein Abfall der erfassten Straftaten um 517 Fälle auf 5.170 mit leicht gestiegener AQ (30,2 %) zu verzeichnen. Für den einfachen Diebstahl wurde ein Abstieg auf 2.739 Fälle registriert.

Im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden Umständen (BSD) sind für das Jahr 2025 sinkende Fallzahlen festzustellen. Wurden im Jahr 2024 noch 2.805 Fälle registriert, so sind es im Jahr 2025 bereits 2.431 (-374 Fälle, -13,3 %). Die AQ beim BSD stieg um 2,3 % auf
14,0 %. Die Fallzahlen beim BSD von Kraftwagen sanken von 106 (2024) auf 61 (2025) ab. Dies entspricht einen Abstieg von -42,5 %. Im Bereich von Tageswohnungseinbrüchen aus Einfamilienhäusern sanken die Fallzahlen von 40 Fällen im Jahr 2024 auf 31 Fälle im Jahr 2025 (- 22,5 %).

Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten sind seit Jahren steigender Fallzahlen wieder sinkende zu verzeichnen (2022: 3.021 Fälle, 2023: 3110 Fälle, 2024: 2.817 Fälle, 2025: 2.136). Über alle Betrugsdelikte gesehen ist auch eine Verringerung um 35,8 % auf nunmehr 1.332 Fälle zu registrieren. Die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten des Computerbetrugs gem. § 263a StGB sank um -51,5 % auf 201 Fälle ab (2024: 414 Fälle). Trotz sinkender Fallzahlen des Computerbetrugs ist eine steigende AQ (47,3 %) zu verzeichnen. Im Bereich der Computerkriminalität wurden 2025 mit 323 erfassten Fällen 252 Fälle weniger als im Vorjahr in der PKS verzeichnet. Es konnten 195 Fälle aufgeklärt werden, das entspricht einer AQ von 60,4 %.

Im Bereich der sonstigen Straftatbestände des StGB ist ein Abstieg um 203 Fälle, von 5.217 auf 5.014 Fälle, zu verzeichnen. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle steigt um 91 auf 3.140. Die AQ steigt von 58,4 % auf 62,6 % (+4,2 %).

Beim Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sind mit nunmehr 119 Fällen, 6 Fälle weniger als im Jahr 2024 zu verzeichnen (- 4,8 %).

Die Anzahl der Fälle von Hausfriedensbruch ist mit 585 Straftaten höher als im Jahr 2024 (540 Taten). Das entspricht einem Anstieg um 8,3 %, wobei die AQ von 85,6 % im Jahr 2024 auf 84,4 % im Jahr 2025 gesunken ist.

Die Anzahl der Beleidigungsdelikte stieg von 1.264 auf 1.297 Straftaten (+2,6 %), bei gestiegener AQ (89,7 %), an.

Im Deliktsbereich der Sachbeschädigung ist ein Abstieg der PKS erfassten Fälle zu verzeichnen. Die Anzahl ist im Jahr 2025 um 62 auf insgesamt 2.075 Fälle (-2,9 %) gesunken. Im Jahr 2024 waren es 2.137 Fälle. Bei Sachbeschädigungen durch Graffiti ist im Jahr 2025 ein leichter Zuwachs von 21 Fällen (403 Fälle insgesamt) zu verzeichnen. Die AQ ist 2025 mit 17,9% leicht gestiegen. Sachbeschädigungen nehmen im Bereich der Polizeiinspektion Stendal insgesamt einen Anteil von 11,6 % an der Gesamtkriminalität ein.

Die in der PKS erfassten Fälle nach strafrechtlichen Nebengesetzen nehmen in der Polizeiinspektion Stendal mit 888 Fällen einen Anteil von 4 % am Gesamtstraftatenaufkommen ein.

Eine deutliche Verringerung ist bei dem Aufkommen der Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) erkennbar. Im Berichtsjahr wurden in der PKS 464 Fälle von Rauschgiftdelikten nach dem BtMG erfasst. Das sind 143 Straftaten weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 23,6 %. Die AQ ist um -2,3 Prozentpunkte auf 92,5 % leicht gesunken. Den größten Anteil nehmen dabei allgemeine Verstöße gegen das BtMG ein, wobei Amphetamine und deren Derivate in flüssiger Form und in Pulver trotz eines Rückganges auf 155 Fälle (-11,9 %), auch im Jahr 2025 die Spitzenplätze belegen. Fälle, die einen allgemeinen Verstoß mit Methamphetamin in kristalliner Form (sog. Crystal) zum Gegenstand haben, sind im Vergleich zum Jahr 2024 von 30 auf 49 gestiegen. Ein Anstieg um 150 % ist bei den Straftaten gegen das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz zu verzeichnen. Wurden im Jahr 2021 31 Straftaten bekannt, so sinkt die Anzahl 2022 auf 17, 2023 auf 13, 2024 weiter auf 4 und stieg 2025 wiederum auf 10 an.

Im Jahr 2025 sind die Fallzahlen der Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- oder Freizügigkeitsgesetz von Asylbegehrenden um 48,3 % gestiegen. Es wurden 86 Fälle in der PKS ausgewiesen, was eine Steigerung um 28 Fälle zum Vorjahreszeitraum entspricht.

 

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