Pressemitteilung des Polizeireviers Burgenlandkreis
Polizeiliche Kriminalstatistik 2025
Meldung vom Mittwoch:
Bilanz aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) bezogen auf den Zu-ständigkeitsbereich des Polizeireviers Burgenlandkreis:
• Weiterer Rückgang der Fallzahlen insgesamt;
• Steigerung der Aufklärungsquote
Anzahl der Fälle
Im Jahr 2025 wurden durch das Polizeireviers Burgenlandkreis insgesamt 11.286 Straftaten bearbeitet. Das sind 300 Fälle weniger als 2024, was ei-nem Rückgang von 2,6 Prozent entspricht. Bereits im Jahr 2024 ist die Anzahl der registrierten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Pro-zent gesunken ist. Betrachtet man den Zweijahrestrend für den Zuständig-keitsbereich des Polizeireviers Burgenlandkreis ist eine Verringerung der Straftaten von insgesamt 10,8 Prozent festzustellen.
Aufklärung
Die Aufklärungsquote stieg auf 61,1 Prozent, was insgesamt 6.892 aufge-klärten Straftaten entspricht. Im Jahr 2024 lag diese noch bei 57,9 Prozent (6.708 aufgeklärte Fälle). Damit ist es gelungen, die Anzahl der aufgeklär-ten Straftaten deutlich zu erhöhen und mehr Tatverdächtige zu ermitteln sowie die entsprechenden Verfahren an die Staatsanwaltschaft abzuverfü-gen.
Betrachtung zu den tatverdächtigen Personen
Zu den 6.895 geklärten Straftaten wurden insgesamt 4.476 Tatverdächtige ermittelt. Unter diesen waren 627 Zuwanderer. Dies entspricht einem An-teil von 14 % aller Tatverdächtigen.
Die Anzahl der Jungtatverdächtigen betrug im Jahr 2025 insgesamt 956. Diese Zahl umfasst alle ermittelten Tatverdächtigen unter 21 Jahren. Im Vergleich zum Jahr 2024 bedeutet dies einen geringen Anstieg um 7 Per-sonen. Es wurden 253 Kinder, 418 Jugendliche und 285 Heranwachsende als Tatverdächtige erfasst.
Deren Anteil an allen ermittelten Tatverdächtigen betrug 21,4 Prozent (2024: 20,3 %). Die meisten Jungtatverdächtigen fielen wegen Rohheits-delikten, insbesondere Körperverletzungen (366), einfachen Diebstählen (209), sonstigen Straftatbeständen (Sachbeschädigung, Hausfriedens-bruch, Beleidigung – 266) oder wegen Sexualdelikten (126) auf.
Betrachtung ausgewählter Deliktbereiche-Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
Mit 260 erfassten Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr 61 Fälle weniger registriert. Der Anteil an der Gesamtkriminalität betrug 2,3 %.
Rohheitsdelikte (u.a. Körperverletzung)
In dieser Straftatengruppe sind insgesamt 2.227 Fälle erfasst worden. Da-mit registrierte die Polizei 12 Delikte weniger als im Jahr 2024.
Diebstahlsdelikte
Mit 34,8 % stellen die Diebstahlsdelikte weiterhin einen Großteil der Ge-samtkriminalität dar. Die registrierten Fälle stiegen im Vergleich zum Jahr 2024 um 222 Fälle auf nunmehr 3926 an. In 1433 Fällen gelang es die Tat aufzuklären, dies entspricht einer Quote von 36,5 %.
Analog hierzu verläuft die Entwicklung bei den Delikten des Diebstahls im besonders schweren Fall. Die Statistik verzeichnet einen Anstieg auf 1751 Fälle. Im Vergleich zu 2024 sind dies 159 Straftaten mehr (+10 %). Die Aufklärungsquote in diesem Deliktfeld betrug im Jahr 2025 18,2 %.
Fallentwicklungen im Vergleich zu 2024 aus dem Bereich des besonders schweren Diebstahls:
• Einbruchsdiebstahl in/aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen (2025:171 Fälle; 2024: 186 Fälle);
• Wohnungseinbruchdiebstahl (2025: 142 Fälle; 2024: 101 Fälle);
• Fahrraddiebstahl (2025: 333 Fälle; 2024: 259 Fälle)
• Ladendiebstahl (2025: 984 Fälle; 2024: 891 Fälle)
Als besonders sensibler Bereich für die Betroffenen gilt der Wohnungsein-bruchdiebstahl.
Nach den Rückgängen in den Vorjahren registrierte das Polizeirevier Bur-genlandkreis im Jahr 2025 wieder einen Anstieg beim Wohnungsein-bruchsdiebstall. Im Zuständigkeitsbereich wurden insgesamt 142 Fälle er-fasst, das sind 41 Fälle mehr als 2024.
Dabei handelt es sich in 59 Fällen um Einbruchsversuche, die Täter waren also in 58 % der Fälle nicht erfolgreich. Ein wirksames Mittel zur Verhinde-rung von Einbrüchen stellen nach wie vor mechanische Sicherheitsvorrich-tungen dar. Die Polizei bietet hierfür objektive, neutrale und gebührenfreie Beratungsangebote an. Die Experten in den Polizeilichen Beratungsstellen führen u. a. Schwachstellenanalysen bei Ein- und Mehrfamilienhäusern so-wie bei kommunalen, privaten und gewerblichen Objekten durch. Die Bera-tung umfasst den kompletten Einbruchsschutz und bietet sich zudem für die Planungsphase bei Neubauten an. Auch zum Schutz von Wertbehält-nissen, Fahrzeugen und Fahrrädern beraten wir Sie gern. Sprechen Sie dazu Ihre örtliche Polizeidienststelle an!
Vermögens- und Fälschungsdelikte
Die PKS weist für das letzte Jahr insgesamt 1.385 Fälle aus (2024: 1731). Bei der Bewertung dieser Zahlen müssen die Änderungen bei den Erfas-sungskriterien berücksichtigt werden. Unbekannte Handlungsorte wurden bislang als Inlandstraftat registriert und werden nunmehr in einer eigen-ständigen PKS-Auslandsstatistik erfasst. Unter diesen Gesichtspunkt ist kein messbarer Rückgang der Vermögens- und Fälschungsdelikten festzu-stellen.
Bezogen auf die 1.385 registrierten Fälle in der PKS lag die Aufklärungs-quote bei 69,6 % und konnte somit zum Vorjahr deutlich gesteigert werden (2024: 47,3 %). Der Anteil an der Gesamtkriminalität betrug 12,3 %.
Sonstige Straftatbestände
Unter den „Sonstigen Straftatbeständen“ werden in der PKS-Deliktgrup-pen, wie beispielsweise Sachbeschädigung, Widerstand gegen die Voll-streckungsbeamte, Hausfriedensbruch oder die
ehrverletzenden Delikte erfasst.
Im Jahr 2025 wurden dazu 2.939 Fälle registriert. Im Vergleich zum Vor-jahr blieb dieser Wert fast unverändert (+5). Der Anteil an der Gesamtkri-minalität betrug 26,0 %.
Im Anhang erhalten Sie statistische Darstellungen zur Bilanz des Polizeire-viers Burgenlandkreis. Diese dürfen im Rahmen der Berichterstattung ver-wendet werden.
Polizeiinspektion Halle (Saale) Polizeirevier Burgenlandkreis Langendorfer Straße 49 06667 Weißenfels Tel: (03443) 282-205 Mail: za.prev-blk@polizei.sachsen-anhalt.de
