Pressemitteilung: 54/2026
Halle (Saale), Magdeburg, Dessau, den 02.04.2026

Hunderegister

Während Zahl der Hunde kontinuierlich steigt, nehmen Beißvorfälle weiterhin ab

Am 1. April jeden Jahres veröffentlicht das Landesverwaltungsamt Auszüge aus der Statistik des Zentralen Hunderegisters des Landes. Darin sind sowohl die Anzahl der registrierten Hunde als auch die registrierten Beißvorfälle ausgewiesen. Die Zahl der Hunde im Land Sachsen‑Anhalt steigt weiterhin kontinuierlich, allerdings weniger stark als in den Vorjahren. Zum Stichtag 01.01.2026 waren 184.012 Hunde registriert.

Zum Vergleich:

Jahr

Registrierte Hunde

Beißvorfälle

2017

109.419

93

2018

117.231

117

2019

131.093

120

2020

144.645

116

2021

158.392

113

2022

169.274

117

2023

177.201

112

2024

181.927

115

2025

184.012)

84

 

Damit zeigt sich:
Die Gesamtzahl der Beißvorfälle ist 2025 deutlich zurückgegangen (von 115 auf 84).
Trotz erneut gestiegener Hundepopulation bleibt das Niveau niedrig.

„Das Niveau der Beißvorfälle bleibt erfreulich gering und entwickelt sich in eine positive Richtung. Hier spielen vor allem Umsicht und Verantwortungsbewusstsein der Hundehalterinnen und -halter eine zentrale Rolle. Natürlich ist jeder Vorfall einer zu viel – deshalb gibt es Instrumente wie Wesenstests und Sachkundenachweise, um Wiederholungen zu verhindern“, so Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes.

 

Detaillierte Auswertung der Beißvorfälle 2025

Laut aktueller Statistik wurden im Jahr 2025 insgesamt 84 Beißvorfälle registriert.
Sie verteilen sich wie folgt:

Kategorie

Anzahl

Beißvorfall Mensch

58

Beißvorfall Hund

23

Beißvorfall anderes Tier

3

Sachschaden

13

 

Welche Rassen waren am häufigsten beteiligt?

Auf Basis der Auswertung der Rassen mit mehr als 200 Hunden im Bestand ergeben sich folgende Spitzenwerte:

Rasse

Vorfälle

Population

Anteil

Deutscher Schäferhund

13

12.457

0,10 %

Labrador Retriever

8

20.278

0,04 %

Belgischer Schäferhund (alle Var.)

8

1.634

0,49 %

Pyrenäen-Berghund

6

410

1,46 % (höchster Anteil) 

Rottweiler

6

2.309

0,26 %

 

Damit zeigt sich:

Der Deutsche Schäferhund hat die meisten absoluten Vorfälle (13), jedoch bei großer Population einen sehr niedrigen Anteil (0,10 %). Der Pyrenäen‑Berghund weist den prozentual höchsten Wert (1,46 %) auf.

Wie in den Vorjahren wurden die Halterinnen und Halter betroffener Hunde verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr zu erfüllen darunter:

Dies dient der Prävention weiterer Vorfälle und dem Schutz der Allgemeinheit.

Hintergrund

Das Hundegesetz des Landes Sachsen‑Anhalt ist seit dem 1. März 2009 in Kraft und regelt die Pflichten von Hundehalterinnen und ‑haltern zur Vermeidung von Gefahren. Es umfasst u. a.:

 

 

Alle Übersichten finden Sie unter:

Auszug aus dem Hundezentralregister

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