Hunderegister
Während Zahl der Hunde kontinuierlich steigt, nehmen Beißvorfälle weiterhin ab
Am 1. April jeden Jahres veröffentlicht das Landesverwaltungsamt Auszüge aus der Statistik des Zentralen Hunderegisters des Landes. Darin sind sowohl die Anzahl der registrierten Hunde als auch die registrierten Beißvorfälle ausgewiesen. Die Zahl der Hunde im Land Sachsen‑Anhalt steigt weiterhin kontinuierlich, allerdings weniger stark als in den Vorjahren. Zum Stichtag 01.01.2026 waren 184.012 Hunde registriert.
Zum Vergleich:
|
Jahr |
Registrierte Hunde |
Beißvorfälle |
|
2017 |
109.419 |
93 |
|
2018 |
117.231 |
117 |
|
2019 |
131.093 |
120 |
|
2020 |
144.645 |
116 |
|
2021 |
158.392 |
113 |
|
2022 |
169.274 |
117 |
|
2023 |
177.201 |
112 |
|
2024 |
181.927 |
115 |
|
2025 |
184.012) |
84 |
Damit zeigt sich:
Die Gesamtzahl der Beißvorfälle ist 2025 deutlich zurückgegangen (von 115 auf 84).
Trotz erneut gestiegener Hundepopulation bleibt das Niveau niedrig.
„Das Niveau der Beißvorfälle bleibt erfreulich gering und entwickelt sich in eine positive Richtung. Hier spielen vor allem Umsicht und Verantwortungsbewusstsein der Hundehalterinnen und -halter eine zentrale Rolle. Natürlich ist jeder Vorfall einer zu viel – deshalb gibt es Instrumente wie Wesenstests und Sachkundenachweise, um Wiederholungen zu verhindern“, so Thomas Pleye, Präsident des Landesverwaltungsamtes.
Detaillierte Auswertung der Beißvorfälle 2025
Laut aktueller Statistik wurden im Jahr 2025 insgesamt 84 Beißvorfälle registriert.
Sie verteilen sich wie folgt:
|
Kategorie |
Anzahl |
|
Beißvorfall Mensch |
58 |
|
Beißvorfall Hund |
23 |
|
Beißvorfall anderes Tier |
3 |
|
Sachschaden |
13 |
Welche Rassen waren am häufigsten beteiligt?
Auf Basis der Auswertung der Rassen mit mehr als 200 Hunden im Bestand ergeben sich folgende Spitzenwerte:
|
Rasse |
Vorfälle |
Population |
Anteil |
|
Deutscher Schäferhund |
13 |
12.457 |
0,10 % |
|
Labrador Retriever |
8 |
20.278 |
0,04 % |
|
Belgischer Schäferhund (alle Var.) |
8 |
1.634 |
0,49 % |
|
Pyrenäen-Berghund |
6 |
410 |
1,46 % (höchster Anteil) |
|
Rottweiler |
6 |
2.309 |
0,26 % |
Damit zeigt sich:
Der Deutsche Schäferhund hat die meisten absoluten Vorfälle (13), jedoch bei großer Population einen sehr niedrigen Anteil (0,10 %). Der Pyrenäen‑Berghund weist den prozentual höchsten Wert (1,46 %) auf.
Wie in den Vorjahren wurden die Halterinnen und Halter betroffener Hunde verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr zu erfüllen darunter:
- Durchführung eines Wesenstests
- Vorlage eines Sachkundenachweises
- ggf. Maulkorb‑ oder Leinenzwang
Dies dient der Prävention weiterer Vorfälle und dem Schutz der Allgemeinheit.
Hintergrund
Das Hundegesetz des Landes Sachsen‑Anhalt ist seit dem 1. März 2009 in Kraft und regelt die Pflichten von Hundehalterinnen und ‑haltern zur Vermeidung von Gefahren. Es umfasst u. a.:
- Kennzeichnungspflicht mittels Transponder
- Registrierung aller nach dem 28.02.2009 geborenen und gefährlichen Hunde
- Wesenstestpflicht
- Sachkundenachweis
- seit 1. März 2016 zudem: Zucht‑, Vermehrungs‑ und Handelsverbot für
- Pitbull Terrier
- Staffordshire Bullterrier
- American Staffordshire Terrier
- Bullterrier
- sowie entsprechende Kreuzungen
Alle Übersichten finden Sie unter:
Auszug aus dem Hundezentralregister
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