Pressemitteilung: 196/2026
Magdeburg, den 14.04.2026

Minister Robra diskutiert in der Landesvertretung in Brüssel zum Mehrwert einer europäischen Medienplattform nach dem Leitbild von ARTE

Am 16. April findet in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Brüssel auf Initiative von Staats- und Kulturminister Rainer Robra eine gemeinsame Veranstaltung mit ARTE statt, um Perspektiven der Europäisierung von ARTE aufzuzeigen und den Mehrwert einer europäischen Medienplattform zu diskutieren. „Als langjähriges Mitglied im ARTE-Programmbeirat und der für Medien und Europa zuständige Minister des Landes Sachsen-Anhalt ist es mir ein großes Anliegen, die Diskussion zum Ausbau von ARTE zu einer europäischen kulturellen Medienplattform voranzutreiben und um kulturpolitisch getragene ideelle Unterstützung zu werben.“

 Im Dezember 2025 ist der Reformstaatsvertrag in Kraft getreten. Er eröffnet die Perspektive, dass sich ARTE noch stärker zu einem europäischen Angebot entwickelt – explizit unter Beteiligung weiterer öffentlich-rechtlicher europäischer Sender.

„In einer Zeit in der die kulturelle Souveränität und demokratische Resilienz der EU zunehmend in Frage gestellt werden, ist eine europäische Plattform nach dem Leitbild von ARTE heute notwendiger denn je“, betonte Robra.

Die Europäisierung von ARTE kann dazu beitragen die Sichtbarkeit europäischer Programminhalte zu erhöhen und ein attraktives Gegenangebot zu insbesondere US-amerikanisch dominierten Streamingplattformen zu machen. Starke verlässliche Medienangebote, die Orientierung bieten, demokratische Resilienz fördern und ein europäisches Bewusstsein stärken sind ein echter Mehrwert für alle Europäerinnen und Europäer. Zudem entsteht durch europäisches Film- und Medienschaffen reale Wertschöpfung in Europa - von der Stoffentwicklung über Dreharbeiten und Postproduktion bis zur Vermarktung und Ausspielung in den Kinos.

Dass ARTE hochwertige Programme produziert, die international hohe Anerkennung genießen, hat nicht zuletzt der Erfolg bei der diesjährigen Oscar-Verleihung gezeigt. Gleich zwei der begehrten Auszeichnungen gingen an Beiträge, die mit ZDF/ARTE koproduziert wurden. „Ein Nobody gegen Putin“ von David Borenstein und Pavel Talankin erhielt den Preis für den Besten Dokumentarfilm. Das norwegische Drama „Sentimental Value“ von Regisseur Joachim Trier, eine Koproduktion mit deutscher Beteiligung, siegte als Bester internationaler Film.

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