Pressemitteilung: 55/2026
Magdeburg, den 27.04.2026

Land fördert Gleissanierung in Bernburg und Zielitz mit rund 680.000 Euro

Das Land Sachsen-Anhalt stellt insgesamt 680.000 Euro Fördermittel für die Erneuerung von Gleisen und Weichen in den Werken der K+S Minerals and Agriculture GmbH bereit.

„Mit der finanziellen Unterstützung wollen wir einen Anreiz und zugleich die Voraussetzungen dafür schaffen, dass mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden“, sagte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, heute in Bernburg bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide. Dazu bedürfe es manchmal nur vergleichsweise kleinerer baulicher Maßnahmen zur Instandsetzung vorhandener Gleisanschlüsse.

Der größere Teil des Geldes (rd. 380.000 Euro) fließt in die Sanierung eines Gleises und einer Weiche auf dem Bernburger Werksgelände.

Mit der finanziellen Unterstützung von 300.000 Euro sollen drei Weichen am Standort Zielitz instandgesetzt werden.

Das Salzwerk Bernburg gehört mit rund 560 Beschäftigten zu den wichtigsten Arbeitgebern rund um die Saalestadt. Im vergangenen Jahr wurden dort rund 1,9 Millionen Tonnen Fertigsalzprodukte hergestellt. Rund die Hälfte der zu verladenden Produkte wurde per Bahn zu den Kunden transportiert.

Noch größer dimensioniert ist das Kaliwerk Zielitz, der größte Einzelstandort der K+S Minerals and Agriculture GmbH. Mit rund 2.000 Mitarbeitenden zählt das Werk zu den größten Unternehmen Sachsen-Anhalts. Die tägliche Förderleistung liegt bei etwa 40.000 Tonnen Rohsalz. Im Jahr 2024 wurden am Standort rund 1,6 Millionen Tonnen produziert, was einem durchschnittlichen Monatswert von etwa 107.000 Tonnen entspricht.

Die Logistik am Standort Zielitz ist vielfältig aufgestellt. Der Abtransport der Produkte erfolgt über Bahn, Lkw sowie Binnenschiffe. Auch hier spielt die Schiene eine zentrale Rolle. Im Jahr 2024 wurden rund 1,15 Millionen Tonnen, also etwa rund 72 Prozent der Gesamtproduktion, per Bahn verladen.

Die hohe Produktionsleistung an beiden Standorten führt zu einer intensiven Nutzung der vorhandenen Gleisinfrastruktur. Um die Leistungsfähigkeit der Werke zu erhalten und gleichzeitig den Anteil umweltfreundlicher Bahntransporte langfristig zu sichern, sind gezielte Investitionen in die Schieneninfrastruktur unerlässlich.

„Die kontinuierliche Sanierung der Werksgleise wird dazu beitragen, die Schüttgüter auch künftig auf der energieeffizienten Schiene zu transportieren. Insbesondere die regelmäßigen Transporte zu den Häfen in Haldensleben, Hamburg und nach Polen können auch perspektivisch optimal per Bahn abgewickelt werden“, sagte Lydia Hüskens abschließend.

Zu Ihrer Information:

Das Land Sachsen-Anhalt fördert seit 2002 den Ausbau und die Erneuerung von Gleisen, Weichen und weiteren Bestandteilen des werkseigenen Schienengüterverkehrs, um in Zukunft noch mehr Güter umweltfreundlich über die Schiene zu transportieren. Im Rahmen der aktuellen, seit 2022 gültigen Richtlinie zur Stärkung des regionalen Schienengüterverkehrs stellt das Land bis 2026 insgesamt zehn Millionen Euro bereit. Über das Förderprogramm können Eigentümer privater Eisenbahninfrastruktur für den Güterverkehr die Hälfte der Investitionskosten, max. 300.000 Euro, als Zuschuss beantragen.

www.lsaurl.de/schienengueterverkehr

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