Größtes Verkehrsvorhaben in Köthen planmäßig abgeschlossen
Nach einer Bauzeit von gut sechs Jahren wurde heute die Ortsdurchfahrt Köthen (Anhalt) im Zuge der Landesstraße (L) 73 wieder für den Verkehr freigegeben.
„Damit konnte planmäßig eines der größten Verkehrsprojekte in Sachsen-Anhalt abgeschlossen werden“, sagte Verkehrsministerin Dr. Lydia Hüskens bei der feierlichen Freigabe. Bund (rd. 2,3 Mio. Euro), Land (rd. 15,5 Mio. Euro), Stadt (rd. 3,7 Mio. Euro) und die DB AG (rd. 9,2 Mio. Euro) hätten insgesamt gut 30 Millionen Euro in das gemeinschaftliche Vorhaben investiert, um den Verkehr nach modernsten Standards durch das Zentrum der Bachstadt zu führen.
„Mobilität bedeutet Freiheit. Zur Freiheit gehört auch eine echte Auswahl des Verkehrsmittels. Wir wollen, dass die Menschen in unserem Sachsen-Anhalt alle Formen der Mobilität frei wählen können. Dafür braucht es gut ausgebaute Infrastrukturen: komfortable, sichere Straßen, mitsamt den Brücken, Radwege und natürlich auch Angebote des öffentlichen Nahverkehrs. Daran arbeiten wir. Jeden Tag. Die umfangreiche Investition hier in Köthen ist ein gelebtes Beispiel dafür“, betonte Lydia Hüskens.
Nach den Worten der Ministerin ist der Ersatzneubau der Prosigker Brücke – auch Hohe Brücke genannt – das weithin sichtbare Kernstück des Gesamtvorhabens. Die Bahnüberführung verbindet die L 73 (Lohmannstraße) mit der Bundesstraße (B) 185 (Prosigker Kreisstraße) und hat allein rund 14,5 Millionen Euro gekostet.
Im Zuge des Brückenbaus wurden auch der Knoten B 185/L 73 sowie Teile der Lohmannstraße, einschließlich des Anschlusses der Maxim-Gorki-Straße, umgebaut. Komplettiert wir das Ganze durch neue Beschilderungen und moderne Lichtsignalanlagen.
Besonders herausfordernd waren die umfangreichen Leitungsverlegungen sowie die erforderliche Aufteilung in viele, auch kleinere Bauabschnitte im Innenstadtbereich.
Zu Ihrer Information:
Von März 2020 bis Januar 2022 wurde der Ersatzneubau der Prosigker Brücke über die Gleisanlagen der DB AG realisiert. Im Oktober 2020 ist das alte Bauwerk ausgehoben worden und konnte bereits im April 2021 durch die neue, als Stahlstabbogen konstruierte Brücke ersetzt werden.
Im Mai 2022 begannen die Arbeiten an den umliegenden Straßen, einschließlich der umfangreichen Leitungsum- und -neuverlegungen auf einer Gesamtbaulänge von rund 1,2 Kilometern.
Als Vorflut zur Aufnahme des im Brücken- und Straßenbereich anfallenden Regenwassers wurde zwischenzeitlich (2021/22) ein Versickerungsbecken errichtet.
Begleitend dazu mussten umfangreiche Kampfmittelsondierungen durchgeführt werden.
Sowohl auf der West- als auch auf der Ostseite des Brückenbauwerkes war die Errichtung von Stahlbetonstützwänden erforderlich, um die Böschungen „abzufangen“.
An den Knotenpunkten links und rechts der neuen Brücke regeln nun Lichtsignalanlagen den Verkehr.
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