Pressemitteilung: 71/2026
Magdeburg, den 08.05.2026

Rund 570.000 Euro Städtebauförderung für Kinder- und Jugendhaus „Knast“ Magdeburg

Der Anbau und die Erweiterung des Kinder- und Jugendhauses „Knast“ in Magdeburg-Neustadt wird im Rahmen der Städtebauförderung von Bund und Land mit 570.000 Euro finanziell unterstützt. „Mit der finanziellen Unterstützung leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die Landeshauptstadt besonders für junge Menschen noch lebenswerter zu machen“, sagte Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, heute im Beisein der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Verena Hubertz, bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides an Oberbürgermeisterin Simone Borris anlässlich des Tages der Städtebauförderung mit großem Bürgerfest rund um den Moritzplatz.

„Städtebauförderung bedeutet heute mehr als neue Gebäude oder schöne Plätze. Sie schafft Räume, in denen Menschen sich begegnen, Ideen entwickeln und sich zuhause fühlen können. Der Tag der Städtebauförderung macht sichtbar, was entsteht, wenn Bund, Länder, Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam anpacken. Hier zählen Perspektiven, Ideen sind gefragt und es besteht die Möglichkeit, ganz konkret mitzugestalten, wie Nachbarschaft von morgen aussieht. Genau diese Mischung aus Beteiligung, Innovation und Zusammenhalt macht unsere Städte und Gemeinden lebendig und zukunftsfähig“, erklärte die Bundesministerin. Das Kinder- und Jugendhaus „Knast“ ist seit 1990 ein wichtiger Treffpunkt für junge Leute. Die Einrichtung bietet offene Kinder- und Jugendarbeit, kulturelle Angebote und Räume für Begegnung und Integration. Täglich nutzen mehr als 80 Kinder und Jugendliche aus mehr als 20 Nationen das Haus. Mit dem Fördergeld soll ein Erweiterungsbau mit zusätzlichen Gruppenräumen und modernen Sanitäranlagen realisiert werden, um dem zunehmenden Bedarf an den Angeboten der Einrichtung gerecht zu werden. Mit einem begrünten Dach wird künftig außerdem den erhöhten Anforderungen an den Klimaschutz Rechnung getragen. Vor Beginn der bundesweiten Auftaktveranstaltung des Tages der Städtebauförderung wurde bereits der neugestaltete Nicolaiplatz offiziell übergeben. Auch hier haben Bund und Land zusammen rund 1,3 Millionen Euro aus der Städtebauförderung beigesteuert. Das Zentrum des Stadtteils nach napoleonischem Stadtgrundriss ist durch die Umgestaltung deutlich aufgewertet worden. Historische Strukturen sind wieder erkennbar und die Verbindung zur Lübecker Straße ist besser als zuvor. Bäume, Lichtachsen und Wasserspiele sorgen gemeinsam mit der klaren Gestaltung für eine offene Atmosphäre und einen Ort, an dem sich die Menschen gern aufhalten werden. „Unser Land hat sich in den zurückliegenden Jahrzehnten – nicht zuletzt auch dank der Städtebauförderung von Bund und Land – beeindruckend entwickelt. Heute stehen unsere Städte und Gemeinden für Lebensqualität, in denen moderne Architektur auf liebevoll bewahrte Denkmäler trifft. Seit Anfang der 1990er Jahre sind dafür insgesamt rund vier Milliarden Euro von Bund und Land in die Kommunen geflossen. Der Tag der Städtebauförderung bietet Anlass, 35 Jahre erfolgreiche Entwicklung in ganz Sachsen-Anhalt zu würdigen und gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu feiern“, betonte Lydia Hüskens abschließend.

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