Polizeirevier Salzlandkreis
Vorstellung der Polizeilichen Unfallstatistik 2025 für den Salzlandkreis
Gesamtzahl der Verkehrsunfälle rückläufig – mehr Unfälle mit Personenschaden und schwereren Folgen
Im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Salzlandkreis wurden im Jahr 2025 insgesamt 5.045 Verkehrsunfälle registriert. Gegenüber dem Vorjahr (5.275 Unfälle) entspricht dies einem Rückgang um 230 Verkehrsunfälle (-4,29 Prozent). Sowohl innerhalb geschlossener Ortschaften (-4,98 Prozent) als auch außerhalb geschlossener Ortschaften (-2,90 Prozent) war ein Rückgang der Gesamtunfallzahlen zu verzeichnen.
Entgegen diesem positiven Trend stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von 504 auf 544 Unfälle (+7,94 Prozent). Insgesamt verunglückten im Salzlandkreis 689 Personen, das sind 25 mehr als im Vorjahr (+3,77 Prozent).
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei den schweren Unfallfolgen. Im Jahr 2025 verloren 11 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Im Vorjahr waren es acht tödlich verunglückte Personen. Die Zahl der Schwerverletzten stieg von 101 auf 130 Personen (+28,71 Prozent). Demgegenüber verringerte sich die Zahl der Leichtverletzten leicht von 555 auf 548 Personen (-1,26 Prozent).
Auffällig ist, dass sich die tödlichen Verkehrsunfälle überwiegend außerhalb geschlossener Ortschaften ereigneten. Dort kamen neun Menschen ums Leben, gegenüber vier Personen im Vorjahr.
Die häufigste Unfallursache bleiben weiterhin Wildunfälle. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 1.330 Wildunfälle. Damit liegt deren Anzahl zwar unter dem Vorjahreswert (1.402), sie stellen jedoch weiterhin den größten Anteil aller Verkehrsunfälle dar.
Weitere häufige Unfallursachen waren Wenden und Rückwärtsfahren (551 Unfälle), mangelnder Sicherheitsabstand (353), Vorfahrt- und Vorrangverstöße (343) sowie Fehler beim Ein- und Ausfahren (188).
Bei Verkehrsunfällen mit schweren Personenschäden spielte insbesondere nicht angepasste Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle. Zudem wurde ein Anstieg schwerer Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Fahruntüchtigkeit festgestellt.
Im Zusammenhang mit Alkoholeinfluss wurden im Jahr 2025 insgesamt 72 Verkehrsunfälle registriert, bei denen 39 Personen verunglückten. Unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln ereigneten sich 27 Verkehrsunfälle bei denen 13 Personen verunglückten.
Positiv entwickelte sich die Unfallsituation bei den Fußgängern. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fußgängerbeteiligung sank von 84 auf 59 Unfälle. Demgegenüber stieg die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern von 184 auf 206. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Pedelecs aus. Hier erhöhte sich die Zahl der registrierten Unfälle von fünf auf 13.
Die Verkehrsprävention blieb auch im Jahr 2025 ein wesentlicher Bestandteil der polizeilichen Arbeit. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers Salzlandkreis wurden 288 Präventionsveranstaltungen mit insgesamt 6.669 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Die Angebote richteten sich an Kinder in Kindergärten und Schulen ebenso wie an Erwachsene und Seniorinnen und Senioren.
„Der Rückgang der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist grundsätzlich eine positive Entwicklung. Gleichzeitig zeigt die Statistik jedoch deutlich, dass die Folgen von Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr schwerwiegender waren. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der schwer verletzten und getöteten Menschen im Straßenverkehr. Jeder tödliche Verkehrsunfall ist einer zu viel und bedeutet großes Leid für die Hinterbliebenen. Deshalb wird die Polizei des Salzlandkreises die bewährte Verkehrsüberwachung und Präventionsarbeit konsequent fortsetzen und weiterentwickeln. Unser Ziel bleibt es, die Hauptunfallursachen gezielt zu bekämpfen und das Bewusstsein für ein rücksichtsvolles und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr weiter zu stärken“, so die Leiterin des Polizeireviers Salzlandkreis, Polizeidirektorin Stephanie Hildebrandt.
(koma)

















Impressum: Polizeiinspektion Magdeburg Polizeirevier Salzlandkreis Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Franzstraße 35 06406 Bernburg Tel: +49 3471 379 402 Fax: +49 3471 379 210 mail: presse.prev-slk@polizei.sachsen-anhalt.de

















