Polizeimeldungen Polizeirevier Dessau-Roßlau
Berichtszeitraum vom 18.02.2026 bis 19.02.2026
Kriminalitätslage
Falsche Polizeibeamtin
Einen Anruf einer unbekannten weiblichen Person nahm eine 76-jährige Geschädigte am 17. Februar 2026 gegen 20:45 Uhr entgegen. Die Frau gab an, dass sie von der Kriminalpolizei sei und es in der Nähe der Geschädigten einen Raubüberfall gegeben hätte. Allerdings brach das Gespräch an dieser Stelle ab, so dass keinerlei Forderungen bekannt wurden. Da die Geschädigte jedoch einen Betrugsversuch hinter dem Anruf vermutete, entschloss sie sich richtigerweise, den Vorfall bei der Polizei in Dessau-Roßlau zur Anzeige zu bringen. Ein Schaden entstand nicht.
Unterschlagung
Nachdem ein 35-Jähriger Mitte Oktober 2025 auf einer Verkaufsplattform im Internet einen Zubehörartikel für einen PKW anbot, fand sich kurze Zeit später dafür auch ein Käufer. Dieser überwies den geforderten Verkaufspreis und der Verkäufer verschickte die Ware. Etwa eine Woche später gab der Käufer an, dass das erworbene Teil nicht passt. Der Verkäufer vereinbarte mit dem Käufer eine Rückabwicklung des Kaufes und zahlte den Kaufpreis in Höhe von etwa mehr als 50 Euro zuzüglich Rückversandkosten an den Käufer zurück. Dafür sollte dieser den Artikel an den Verkäufer zurückschicken. Zunächst bekam er die Nachricht, dass der Rückversand erfolgte. Da jedoch trotz mehrfacher Nachfragen beim Käufer nach wie vor kein Paket bei ihm ankam und der Kontakt Anfang Dezember 2025 abbrach, entschloss sich der Geschädigte letztendlich, am 17. Februar 2026 schriftlich im Polizeirevier Dessau-Roßlau eine Anzeige zu erstatten.
Geldbörse entwendet
Erneut kam es im Stadtgebiet von Dessau-Roßlau zu einem Diebstahl einer Geldbörse in einem Einkaufsmarkt. Eine 76-jährige Geschädigte hielt sich am 18. Februar 2026 gegen 11:00 Uhr in einem Einkaufsmarkt in der Magdeburger Straße auf. Nach ihren Angaben wurde sie während ihres Einkaufes durch eine unbekannte männliche Person angesprochen. Dabei drehte sie sich von ihrem Einkaufswagen weg, um zu helfen. An dem Einkaufswagen hing ihre Umhängetasche, in der sich ihre Geldbörse befand. Als sie dann an der Kasse ihren Einkauf bezahlen wollte, musste sie feststellen, dass ihre Geldbörse aus der Umhängetasche verschwunden war. In der Geldbörse befanden sich persönliche Dokumente, Bargeld im oberen zweistelligen Bereich sowie zwei Geldkarten. Obwohl die Geschädigte ihre Geldkarten umgehend sperren ließ, war es den unbekannten Tätern vor der Sperrung gelungen, insgesamt 2.000 Euro an einem Geldautomaten abzuheben. Die Geschädigte geht davon aus, dass das Ansprechen im Markt der Ablenkung diente, um einem weiteren Täter den Diebstahl zu ermöglichen.
Die Polizei rät: So schützen Sie sich vor Taschendieben
- Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.
- Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.
- Legen Sie Geldbörsen nicht oben in die Einkaufstasche, den Einkaufskorb oder den Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.
- Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.
Versuchter Betrug
Ein 50-jähriger Geschädigter erstattete Strafanzeige wegen versuchtem Betrug im Polizeirevier Dessau-Roßlau. Er bekam vor wenigen Tagen ein Schreiben, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass er nun Mitglied im Club einer Spielegemeinschaft sei. Ab April 2026 würde er nun wöchentlich zwei Mal als Lottospieler an dem Gewinnspiel teilnehmen. Der Monatsbeitrag in Höhe von knapp 80 Euro wird dabei ab 01. März 2026 von seinem Konto abgebucht. Der Sitz dieses Clubs befindet sich im europäischen Ausland. Der Geschädigte gab an, dass er einem solchen Vertrag nicht zugestimmt habe und ihm die betroffene Institution nicht bekannt ist. Bis zum Zeitpunkt der Anzeigenerstattung ist kein finanzieller Schaden entstanden. Wie die Verfasser des Schreibens an die persönlichen Daten des Geschädigten gelangten, ist bisher nicht bekannt.
Brand
Am 18. Februar 2026 gegen 23:50 Uhr informierte die Rettungsleitstelle die Polizei in Dessau-Roßlau über eine Rauchentwicklung im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Fritz-Hesse-Straße. Zeitgleich mit den Einsatzkräften der Feuerwehr trafen die eingesetzten Polizeibeamten am Ereignisort ein. Nach dem Öffnen der Hauseingangstür konnte die Rauchentwicklung wahrgenommen werden. Zeitgleich kamen den Einsatzkräften drei Bewohner des Hauses entgegen, da auch sie den Rauchgeruch wahrgenommen hatten. Diese blieben unverletzt. Nach dem Löschen des Brandes gab der Einsatzleiter der Feuerwehr an, dass der Brand im Keller des Hauses ausgebrochen sein. Der Brandort wurde durch die Polizei beschlagnahmt und Ermittlungen zur weiteren Brandursache eingeleitet. Bei dem Brand entstand ein Schaden in Höhe von etwa 1.500 Euro. Die Bewohner des Hauses konnten nach der Beendigung des Einsatzes in ihre Wohnungen zurückkehren.
Verkehrslage
Aufgefahren
Zu einem Auffahrunfall kam es am 18. Februar 2026 gegen 06:30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befuhr ein 24-Jähriger mit einem LKW Piaggio, einem Streufahrzeug, die Wasserstadt in Richtung Der Wall. Auf Höhe des Gewässers Diepold querten mehrere Rehe die Fahrbahn von rechts nach links, so dass er bremsen musste. Trotzdem konnte er eine Kollision mit einem Reh nicht vermeiden. Ein hinter ihm fahrender 61-jähriger Fahrer eines PKW Renault bemerkte dies zu spät und fuhr auf den LKW auf. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 16.000 Euro. Die beteiligten Personen blieben unverletzt. Das Reh konnte an der Unfallstelle nicht aufgefunden werden.
Kollision mit Straßenlaterne
Ein 90-jähriger Fahrer eines PKW Honda befuhr am 18. Februar 2026 gegen 06:30 Uhr die Willy-Lohmann-Straße, aus Richtung Kavalierstraße kommend, in Richtung Askanische Straße. Als er beabsichtigte, nach links in die Willy-Lohmann-Straße abzubiegen, rutschte er, vermutlich aufgrund Straßenglätte, gegen eine vor Ort am rechten Fahrbahnrand befindliche Straßenlaterne. Die Laterne blieb nach ersten Einschätzungen unbeschädigt. Am PKW entstand Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro.
Zaun und PKW beschädigt
Beim Einfahren auf einen Parkplatz kam am 18. Februar 2026 gegen 07:40 Uhr eine 39-jährige Fahrerin eines PKW Peugeot in der Johannisstraße zu weit nach rechts und kollidierte mit der dort befindlichen Zaunumfriedung. Am PKW entstand dabei Sachschaden in Höhe von etwa 4.500 Euro, der Schaden am Zaun wurde mit etwa 500 Euro beziffert.
Unfall mit verletzter Person
Am 18. Februar 2026 gegen 16:00 Uhr befuhr ein 38-jähriger Fahrer eines PKW Volkswagen die Kreuzbergstraße in Richtung Helmut-Kohl-Straße. Als er sich der Ampelkreuzung näherte, schaltete diese auf grün, so dass er ohne anzuhalten in die Helmut-Kohl-Straße einbog. Dabei kam es zur Kollision mit einem 24-jährigen Radfahrer, der die Helmut-Kohl-Straße in Richtung Kreuzbergstraße ebenfalls bei grün querte. Bei dem Unfall verletzte sich der Radfahrer und wurde nach medizinischer Erstversorgung durch Rettungskräfte vor Ort mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 1.200 Euro. Zur Eigentumssicherung stellten die Polizeibeamten das Fahrrad im Polizeirevier Dessau-Roßlau unter.
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