Polizeimeldung Wasserschutzpolizei
Erneut Schiffsunfall durch Eisscholle
Am 17.01.2026 kam es gegen 15:30 Uhr am Mittellandkanal, Kilometer 284 (Ortslage Calvörde), zu einem Schiffsunfall.
Nachdem der Schiffsführer mit seinem polnischen Gütermotorschiff an der Liegestelle anlegt hatte, bemerkte er einen Wassereinbruch im Maschinenraum.
Der Schiffsführer wählte den Notruf. Die Feuerwehr und Wasserschutzpolizei erschienen vor Ort.
Die Kameraden der Feuerwehr versuchten zunächst, den Wassereinbruch notdürftig zu stoppen. Ein Herankommen an die Leckage gestaltete sich jedoch schwierig, da diese sich unmittelbar unter einer der Antriebsmaschinen befand.
Erst nachdem circa 11,5 Kubikmeter Wasser aus dem Maschinenraum abgepumpt worden waren, konnte ein circa 3-4 Zentimeter großes Loch als Ursache des Wassereinbruchs ausfindig gemacht werden.
Durch das Einschlagen eines Keils wurde das Loch von Kollegen der Feuerwehr provisorisch verschlossen. Ein weiterer Wassereinbruch fand in der Folge nicht mehr statt.
Noch in der Nacht kamen Taucher einer Spezialfirma zum Einsatz, welche den zuvor angebrachten Keil entfernten und die Leckage nachhaltig abdichteten.
Betriebsstoffe traten zu keinem Zeitpunkt aus dem Maschinenraum aus.
Durch die Wasserschutzpolizei erfolgte die Schiffsunfallaufnahme.
Nach derzeitigen Ermittlungsstand sei die Leckage vermutlich beim Überfahren einer Eisscholle entstanden, somit handelt es sich bereits um den zweiten Schiffsunfall mit einer Eisscholle binnen einer Woche.
Die Wasserschutzpolizei bittet daher um besondere Vorsicht während der Fahrt sowie bei Manövern in mit Eis bedeckten Bereichen der Bundeswasserstraßen.
Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.
Zum Einsatz kam neben der Feuerwehr und Wasserschutzpolizei, ein Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.
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